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Timm Ulrichs - Wikipedia

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Timm Ulrichs, 1997

Timm Ulrichs (* 31. März 1940 in Berlin) ist ein deutscher Künstler und emeritierter Professor für Bildhauerei und Totalkunst.

Biographie

Timm Ulrichs verlebte die frühe Kindheit in Bremen. Die Mutter war Stenotypistin und der Vater, der in Südafrika geboren war und eine englische Mutter hatte, technischer Zeichner. Die Familie wurde 1943/44 nach Prenzlau evakuiert. Beim Einmarsch der Roten Armee floh die Familie dann in die amerikanische Zone. Die Mutter und vier Kinder schafften es bis ins Oldenburger Land, in die Nähe von Wildeshausen. In der Nähe von Dötlingen erlebten sie das Kriegsende mit. 1954 zog die Familie nach Bremen, wo Ulrichs 1959 das Abitur ablegte. Er begann anschließend ein Architekturstudium an der Technischen Hochschule Hannover, das er 1966 nach dem Vordiplom abbrach. Er war zunächst als freier Künstler aktiv, jobbte als Eisverkäufer und Tellerwäscher.<ref>Franziska Leuthäußer: Interview mit Timm Ulrichs am 22. November 2015 cafedeutschland.staedelmuseum.de</ref>

Bereits 1961 gründete Ulrichs eine „Werbezentrale für Totalkunst & Banalismus“ mit „Zimmer-Galerie & Zimmer-Theater“. 1969 kam eine „Kunstpraxis (Sprechstunden nach Vereinbarung)“ dazu.<ref>Henning Queren: Timm Ulrichs: Viel Kunst, Hasch und Happenings In:NHP vom 6. Juni 2018.</ref> Da er mit Galeristen nicht zurechtkam, verkaufte er Plakate, Postkarten, Flugblätter und Drucksachen selbst.<ref>Vorlage:Munzinger</ref> 1968 bezeichnete er sich selbst als „zu Unrecht verkanntes Genie aus Hannover“.<ref>DIE ZEIT: Ausgabe Nr. 20/1968 </ref> „Künstler wird man durch Entschluss, nicht durch Talent“, bekannte Ulrichs am 6. September 1985 gegenüber dem Zeit Magazin.

Als selbsternannter<ref>Wilhelm Klotzek: [Der Meister des scheinbar Banalen] RBB24 vom 20. Januar 2020.</ref> „Totalkünstler“<ref>Ronald Meyer-Arlt: „Der Totalkünstler“ – ein Film über Timm Ulrichs In: HAZ 23. Mai 2019</ref> ist Ulrichs seit 1959 aktiv. In diesem Jahr gründete Ulrichs die „Werbezentrale für Totalkunst, Banalismus und Extemporismus“ in Hannover, die zur Verbreitung, Entwicklung und Produktion von Totalkunst dienen sollte. Weiterhin erklärte er sich 1961 zum „ersten lebenden Kunstwerk“ und organisierte 1966 eine öffentliche „Selbstausstellung“ in Frankfurt am Main.<ref>Akademie der Künste: Käthe-Kollwitz-Preis 2020 der Akademie der Künste geht an Timm Ulrichs</ref> Ulrichs war von 1969 bis 1970 Gastprofessor an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und von 1972 bis 2005 Professor für Bildhauerei und Totalkunst an der Kunstakademie Münster.<ref>Ehemalige Professuren, Kunstakademie Münster</ref><ref>UniSPIEGEL 5/2011: Iiih, mein Prof ist tätowiert! Abgerufen am 28. Juni 2012</ref>

Seine erste Totalkunst-Retrospektive fand 1970 in Krefeld statt, sieben Jahre später war er Teilnehmer der Documenta 6 in Kassel. Große Einzelschauen fanden 1980 in Lüdenscheid, 1991 in Madrid und Recklinghausen, 2001 in Antwerpen (Plastik und Skulpturen) sowie 2002 in Hannover (Druckgrafik) statt.

Vom 28. November 2010 bis zum 13. Februar 2011 widmeten das Sprengel Museum und der Kunstverein Hannover „dem Pionier der Konzeptkunst und selbst ernannten «Totalkünstler» Timm Ulrichs“<ref>augsburger-allgemeine.de</ref> eine große Retrospektive unter dem Titel Betreten der Ausstellung Verboten.<ref>Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 26. November 2010: Große Timm-Ulrichs-Retrospektive im Künstlerhaus Hannover</ref>

Im Januar 2020 wurde Ulrichs für sein Lebenswerk mit dem Käthe-Kollwitz-Preis geehrt. Unter dem Titel „Weiter im Text“ präsentierte die begleitende Ausstellung in der Akademie der Künste „einen viel zu kleinen Ausschnitt“ seines Œuvres.<ref>Irmgard Berner: Akademie der Künste: Timm Ulrichs erhält den Käthe-Kollwitz-Preis, Berliner Zeitung, 23. Januar 2020</ref><ref>Wilhelm Klotzek: Timm Ulrichs in der Akademie der Künste: Der Meister des scheinbar Banalen, rbb, 23. Januar 2020</ref> Eine weitere Ausstellung im März im Haus am Lützowplatz unter dem Motto „Ich, Gott und die Welt“ sollte in 100 Tagen um je eine Arbeit wachsen und so einen wirklichen Überblick über sein Werk vermitteln.<ref>Christine Meixner: Künstler Timm Ulrichs: Mein Werk bin ich, Tagesspiegel, 22. Januar 2020</ref>

Zu Ulrichs Werken zählt ein Ehering „in Form einer sogenannten »Musterbeutelklammer« zum Verschließen von Briefen“: 2008 heiratete Timm Ulrichs die in Berlin lebende Künstlerin Ursula Neugebauer.<ref>Johanna Di Blasi: Kultur / Hannoverscher Künstler / Totalkünstler Timm Ulrichs wird 70 ...; Artikel auf der Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 26. März 2010, zuletzt abgerufen am 20. Oktober 2021</ref><ref>Daniel Alexander Schacht: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Aus dem Rahmen}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) In: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 30. März 2015}} Ehemals im <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original;{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf= zugriff= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= AT= CH= offline= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}</ref>

Werk

„Timm Ulrichs, Eigentum des Landes Niedersachsen“; Hinweistafel an der Bilderwand Bertramstraße

Ulrichs arbeitet interdisziplinär. Er ist ein Vertreter von Neodadaismus, Body Art und Konzeptkunst.<ref>Timm Ulrichs: Viel Kunst, Hasch und Happenings neuepresse.de vom 6. Juni 2018.</ref> Ebenfalls beschäftigt sich Ulrichs mit Druckgrafik, dem Künstlerbuch und Performance-Kunst. Bekannt ist er darüber hinaus durch seine Beschäftigung mit der Sprache. Ulrichs setzt Tautologien, Paradoxien und Mehrdeutigkeiten in der Sprache künstlerisch um – z. B.: „Am Anfang war das Wort am …“ – sowie verbale Begriffe, meist in Form von Plastiken oder Installationen.

Kontinuierlich hat Ulrichs auch Kunst im öffentlichen Raum betrieben. Große, oft themen- und standortbezogene Plastiken von Ulrichs sind zu sehen u. a. vor dem Magdeburger Hauptbahnhof (Erd-Achse), nahe der Münchner Allianz-Arena in Fröttmaning (Versunkenes Dorf), im Freilichtmuseum Middelheim in Antwerpen (Musterhäuser, Typ Bomarzo), in der Altstadt von Recklinghausen (Das Ganze und die Teile), in Bergkamen (Pyramide zum Mittelpunkt der Erde)<ref>Westfälischer Anzeiger: Kunst bewegt eine Stadt: Ulrichs-Ausstellung endet, Abgerufen am 29. Juni 2012.</ref>, in Mülheim/Ruhr-Styrum (Zwischen den Zeilen), in Sinsheim (Hausgeburt), vor der Galerie Nordhorn (Der Findling), in Essen etwa 150 m nordöstlich des Museum Folkwang (UMRAUM) und am Marktplatz Einbeck (von null bis unendlich).

Ab 1968 begann Ulrichs Installationen für eine Fotoserie unter dem Titel „Fotografieren verboten“, die er über mehrere Jahre fortführte.<ref>Heinz Holtmann (Red.): Timm Ulrichs. Retrospektive 1960–1975, Katalog zur gleichnamigen Wanderausstellung im Kunstverein Braunschweig vom 26. September bis 9. November 1975, im Karl Ernst Osthaus Museum Hagen vom 30. November 1975 bis 11. Januar 1976 und im Heidelberger Kunstverein vom 21. Januar bis 15. Februar 1976, hrsg. vom Kunstverein Braunschweig, Braunschweig: Waisenhaus-Buchdruckerei und Verlag, 1975, S. 56</ref>

Timm Ulrichs’ kritische Sicht auf den zeitgenössischen Kunstbetrieb führte bereits auf dem ersten Internationalen Kunstmarkt Köln (IKM) 1975 zu dessen Aktion Ich kann keine Kunst mehr sehen. Ulrichs persiflierte, mit Blindenstock und Armbinde auftretend, die nach seinen eigenen Worten „immer weiter um sich greifenden musealen Friedhöfe“.<ref>nrw-museum.de: Timm Ulrichs (abgerufen am 28. Januar 2016)</ref> 1996 entstand der Gedenkstein für Wolfgang Borchert in Hamburg an der Außenalster nahe dem Literaturhaus Hamburg mit einem Text aus Borcherts "Generation ohne Abschied".

2012 wurde Timm Ulrichs in die Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt aufgenommen.<ref>Stadt Ingolstadt Timm Ulrichs. Bilder-Finder – Bild-Erfinder abgerufen am 9. Dezember 2016</ref>

Ulrichs' Tätowierungen

Sonderausstellung Christian Warlich auf St. Pauli im MHG 2019

Im Jahr 1974 lässt Ulrichs sich im Goethe-Institut in Barcelona über dem Herzen eine Zielscheibe tätowieren; er „tätowierte sich zur lebenden Zielscheibe“.<ref>Marianne Winter in Braunschweiger Zeitung: Wer nicht denkt, fliegt raus! Eine Ausstellung im Kunstmuseum Celle vereint die Kunst-Rebellen Joseph Beuys und Timm Ulrichs Abgerufen am 29. Juni 2012</ref> Die Tätowierung wurde von Ramón Draper<ref>Katinka Dittrich van Weringh: Wann vergeht Vergangenheit? Weilerswist-Metternich 2017, S. 42</ref>, einem spanischen Fremdenlegionär hand-poked durchgeführt<ref>Manfred Kohrs: Tätowierungen in der bildenden Kunst des späten 20. Jahrhunderts, in: Tattoo Kulture Magazine 42, Januar/Februar 2021, S. 27.</ref>; „mehr gerissen als gestochen“, wie Ulrichs selbst bemerkte. Ulrichs wollte, nach eigenem Bekunden, „mit einem politischen Manifest die Gegner des Franquismus unterstützen.“<ref>Norbert Joa: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Timm Ulrichs, Totalkünstler}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) In: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=ardmediathek.de}} {{#invoke:DateTime|format|11. April 2017|T._Monat JJJJ}}; ehemals im <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original;.Vorlage:Toter Link{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivBot|stamp=2019-05-18 16:25:05 InternetArchiveBot|text= }}{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf= zugriff= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= AT= CH= offline= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}</ref> Die Idee zu dieser Aktion stammt aus dem Jahr 1971.<ref>Timm Ulrichs als lebende menschliche Zielscheibe, 1971/1974</ref> Bilder der von Streckenbach nachbearbeiteten Zielscheibentätowierung<ref>Zwei Bildabzüge: „Nachtätowierung“ durch Horst Streckenbach/Frankfurt|Leihgaben der TATTOO-COLLECTION-KOHRS.</ref><ref>Lt. Scheiben von Timm Ulrichs an das MHG vom 14. November 2019 "…als Samy die in Barcelona gestochene Zielscheibe retuschiert und nachgezeichnet hat (Sie stammt also nicht von ihm in Gänze.)</ref> wurden erstmals im Rahmen der Sonderausstellung Tattoo-Legenden. Christian Warlich auf St. Pauli (2019/20), Abteilung Streckenbach-Kohrs-Ulrichs, im Museum für Hamburgische Geschichte gezeigt.<ref>Stiftung Historische Museen Hamburg: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Tattoo-Legenden. Christian Warlich auf St. Pauli}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) In: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Ruhr-Universität Bochum Wortmarke}} {{#invoke:DateTime|format|2018-04-11|T._Monat JJJJ}}; ehemals im <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original;.Vorlage:Toter Link{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf= zugriff= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= AT= CH= offline= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}</ref>

„tätowierungen interpretieren menschliche haut als schreib- und mal-fläche, als ‚shaped canvas‘, die auf den skelettrahmen des körpers hauteng und hautnah aufgespannt ist. kunst und literatur, so auf den leib geschrieben und ins fleisch geschnitten, sind da tatsächlich fleisch geworden in unmittelbarer, einfleischender ‚inkarnation‘: „das wort ward fleisch“ (joh. 1, 14). ein ‚bild-träger‘, der auf diese weise ein für allemal gezeichnet und gekennzeichnet ist, trägt seine (kunst-)haut allemal bekenntnishafter zu markte als ein normaler kunstsammler, der sich von seinen bildern leicht wieder trennen kann.“

Timm Ulrichs 1974<ref>Caroline Rosenthal, Dirk Vanderbeke: Probing the Skin: Cultural Representations of Our Contact Zone. Cambridge Scholars Publishing 2015, ISBN 1-443-8751-8X, S. 274.</ref>

Im Rahmen der Ausstellung „Timm Ulrichs: Tätowier-Bilder“ (12. Januar – 9. März 1975) im Kunstverein Hannover, fand am 26. Januar 1975 eine Tätowier-Aktion statt, auf der Horst Streckenbach, neben sechs weiteren Personen, sein späteres Mentee Manfred Kohrs vor laufender Kamera des NDR tätowierte.<ref>HAZ, 23. April 1981, Tätowieren – eine besondere Kunst</ref><ref> Hannoversche Allgemeine Zeitung, 27. Januar 1975, „Samy tätowierte sieben Häute“</ref><ref>In: Paul-Henri Campbell: Tattoo & Religion. Die bunten Kathedralen des Selbst. S. 89. Manfred Kohrs Geschichte machen, Geschichte schreiben.</ref> Eine Auswahl an Standard-Tätowiermotiven wurde 1975 von der Kestnergesellschaft- Hannover als Siebdruckmappe (limitiert 1-100/100, sign., dat. und nummeriert, 60 × 60 cm), herausgegeben.<ref>Bleibtreu-Galerie</ref> Am 28. Januar 1975 berichtete der NDR in der Sendung Nordschau-Magazin über das „Happening im Kunstverein Hannover. „Sammy“ aus Frankfurt über seine Kunst und das Tätowieren“.<ref>Vollinformation des NDR – Produktionsnummer 0007750128, NDR HH Medienbegleitkarte 12. Dezember 2008 St. (1, 2)</ref>

„Mein Leben wird von der Geburt bis zum Tod ununterbrochen gefilmt“, plante Ulrichs bereits 1961. Auf sein rechtes Augenlid ließ er sich am 16. Mai 1981 ebenfalls von Streckenbach die Worte „The End“ tätowieren<ref>THE END, Dokument einer Tätowieraktion von Horst Streckenbach, Samy´s Tattoo Studio, Frankfurt am Main, 16. Mai 1981, Timm Ulrichs: Ausstellungskatalog: Betreten der Ausstellung verboten, Hrsg. Kunstverein Hannover und Sprengelmuseum, 2011, S. 59</ref> – der Abspann für den ultimativ letzten Film.<ref>Vgl. Christina Sticht, Timm Ulrichs: Pionier der Konzeptkunst, nw-news.de, 31. März 2010.</ref><ref>situation-kunst.de Abgerufen am: 31. Oktober 2010</ref> Streckenbach hatte zunächst den Hannoveraner Tätowierer Manfred Kohrs für diese Arbeit vorgesehen. Es kam zwar 1980 zu einem Treffen zwischen Kohrs und Ulrichs, die Ausführung überließ Kohrs dann doch seinem Mentor Streckenbach, der über eine lange Erfahrung mit kosmetischen Tätowierungen im Gesicht verfügte.<ref>Paul-Henri Campbell: Tattoo & Religion. Die bunten Kathedralen des Selbst. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2019, ISBN 978-3-88423-606-2. S. 90.</ref><ref>Manfred Kohrs: Der vergessene Pionier – Horst H. Streckenbach. Tattoo-Samy, in: Tattoo Kulture Magazine 32, Mai/Juni 2019, S. 28–40.</ref>

Das Ende ins Auge gefasst hat Timm Ulrichs 1970 im Rahmen seiner in Literatur, Aktion, Video und Fotografie ausgeführten Werkgruppe »Filmvorstellungen, vorgestellt« (1961–1971): „Um zu demonstrieren, daß alles, was in mein Blick-Feld fällt oder mir unter die Augen kommt, Film ist, beschrifte ich (mittels Tätowierung) meine Augenlid-Vorhänge (…) mit dem Wort, Ende‘: Schließen sie sich, ist auch mein Augen-Kino beendet. (…)“. Und 1984 schrieb er dazu (verkürzt): „Ist der Augenblick zu guter Letzt gekommen, da man mir die Augen zum ewigen Schlaf zudrückt, erscheint auf dem rechten Lid die Schlußpointe: die letzte Vorstellung einer bühnenreif intendierten Lebensführung und -aufführung.“ Die Arbeit 'The End' gehört zu den bekannteren Werken des Künstlers. Diese Installation umfasst ein Foto des geschlossenen Augenlides samt der Tätowierung, auf Leinwand 150 × 150 cm, sowie einen Videofilm in der Länge von 6 Minuten und 8 Sekunden, der die Aneinanderreihung von 60 »End« Einstellungen und Schlussbildern aus verschiedenen Filmklassikern zeigt und anschließend den am 16. Mai 1981 in Samy´s Tattoo Studio, in Frankfurt am Main, durchgeführten Tätowiervorgang.<ref>{{#invoke:WLink|getEscapedTitle|monopol-magazin.de: Timm Ulrichs - Den Blitz auf sich lenken}} (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive), Abgerufen am 28. Juni 2012.</ref><ref>Timm Ulrichs: Betreten der Ausstellung verboten, Hrsg. Kunstverein Hannover und Sprengelmuseum Hannover, 2011, S. 59</ref>

Zuletzt ließ er sich am 9. Dezember 2005, durch die Tätowiererin Manuela Langner -Tattoo-Studio sweet Pain Kassel-, an den Unterschenkel den Schriftzug „© by Timm Ulrichs“ tätowieren. Auch über diese Aktion wurde ein Film von fünf Minuten Länge gefertigt.<ref>sueddeutsche.de: Ausstellung: Timm Ulrichs – Die Kunst der Egomanie Abgerufen am 28. Juni 2012</ref><ref>Timm Ulrichs: Betreten der Ausstellung verboten, Hrsg. Kunstverein Hannover und Sprengelmuseum Hannover, 2011, S. 170</ref>

Rezensionen

„Selbst wenn er sich – lange vor der Tätowierungsfuror junger Künstler – eine Zielscheibe auf die Brust tätowieren lässt oder die Worte »The End« aufs rechte Augenlid, setzt er stellvertretend ins Bild, was uns alle betrifft. Unser Leben ist fragil und endlich wie das seine, auch wenn es nicht auf unserer Brust und unseren Lidern steht. So gilt: Was immer der Künstler an Selbstrepräsentationen realisiert, es geht uns an wie ihn. Stets gelten seine Kunstaktionen und Ich-Manifestationen der Beschreibung der condition humaine im allgemeinen. Das heißt: Bescheidener als Timm Ulrichs hat sich kein Künstler je dem Genre des Selbstporträts und der Selbstdarstellung verschrieben.“

Michael Stoeber über Timm Ulrichs (Artist Kunstmagazin Nr. 71)

Trivia

Timm Ulrichs' Grabanlage in der Kasseler Künstler-Nekropole

Testamentarisch erklärte Timm Ulrichs seine Bereitschaft, sich nach seinem Tod in der Kasseler Künstler-Nekropole bestatten zu lassen.<ref>kassel.de: Künstler-Nekropole Kassel, Abgerufen am 30. Juni 2012.</ref> In einem Interview gegenüber Panorama sagte Ulrichs, "Die hatten Angst, dass das Leichengift das Grundwasser trübt. Deshalb wird es uns da nur eingeäschert geben."<ref>Gestaltung bis in den Tod Nekropole der Künstler NTV vom 27. November 2007</ref>

„Ulrichs selbst kokettiert damit, dass andere Künstler seiner Generation berühmt und reich wurden, während er leider nicht über die „zweite Liga“ hinausgekommen sei.“<ref>Christina Sticht: Pionier der Konzeptkunst: Timm Ulrichs wird 80 - Der Künstler als Gesamtkunstwerk muensterschezeitung.de vom 30. März 2020. Abgerufen am 22. Mai 2020.</ref>

Ausstellungen

Einzelausstellungen (Auswahl)

Timm Ulrichs beim Aufbau der Freiluft-Ausstellung Im Glashaus 2013
Freiluft-Ausstellung Im Glashaus bis 13. Oktober 2013 auf der Insel Wilhelmstein
Gedenkstein für Wolfgang Borchert an der Außenalster in Hamburg-Uhlenhorst mit einem Text aus Borcherts Generation ohne Abschied
  • 1966 Das erste lebende Kunstwerk, Galerie Patio, Frankfurt
  • 1970 Galerie Nächst St. Stephan, Wien
  • Totalkunst, Museum Haus Lange, Krefeld
  • 1975 Timm Ulrichs: Tätowier-Bilder, aus: Mappenwerk internationale Standardmotive aus Muster- und Vorlagebüchern der Tätowierer, Kunstverein Hannover
  • 1975 Kunstverein Braunschweig
  • Karl-Ernst-Osthaus-Museum, Hagen
  • Kunstverein Heidelberg
  • 1984 Totalkunst, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen
  • 1991 Kunsthalle Recklinghausen
  • 1994 Museum Ludwig, Budapest
  • 1998 Centrum Beeldende Kunsten, Guy Bleus' E-Mail-Art Archives, Hasselt, Belgien<ref>Pêle-Mêle. Guy Bleus – 42.292, ed. R. Geladé, N. Coninx & F. Bleus, Cultuurcentrum, Hasselt, 2010, S. 128</ref>
  • 2000 Von Natur aus Kunst, Das Haus des Erlkönigs, Kunstverein Bad Salzdetfurth, Bodenburg
  • 2002 Die Druckgrafik, Sprengel Museum, Hannover
  • 2002/03 Art Studio 1, Deinste<ref>Art Studio 1, Timm Ulrichs: Im Licht</ref>
  • 2010 Den Blitz auf sich lenken, Galerie Wentrup, Berlin<ref>{{#invoke:WLink|getEscapedTitle|Galerie Wentrup, Timm Ulrichs: Den Blitz auf sich lenken}} (Memento vom 3. Februar 2012 im Internet Archive)</ref>
  • 2010 „Timm Ulrichs. Blick zurück nach vorn“ Museum Ritter, Waldenbuch
  • 2010/2011 Betreten der Ausstellung verboten! Timm Ulrichs. Werke von 1960 bis 2010, Sprengel Museum Hannover und Kunstverein Hannover
  • 2012 Durch-Blicke. Motto: Wer im Glashaus sitzt…; Steinhude, Insel Wilhelmstein<ref>{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Schaumburger Nachrichten: Kuenstlerisches-Schauspiel-in-fuenf-Akten}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original;{{#invoke:TemplatePar|check

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  • 2012 Bilder-Finder – Bild-Erfinder, Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt
  • 2013: Im Glashaus auf der Insel Wilhelmstein im Steinhuder Meer<ref name="Commons">Vergleiche die Dokumentation bei Commons (siehe unter dem Abschnitt Weblinks)</ref>
  • 2015: Bei Licht besehen, LVM Versicherung Münster / Kulturfläche im Kristall
  • 2017 Vorsicht, Glas! Kunstraum München<ref>{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Kunstraum München . Archiv . 2017 . Timm Ulrichs: Vorsicht, Glas!}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original;{{#invoke:TemplatePar|check

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  • 2020: Weiter im Text, Akademie der Künste, Berlin
  • 2020: Ich, Gott und die Welt, Haus am Lützowplatz, Berlin

Gruppenausstellungen (Auswahl)

Der Künstler erläutert Uranin für die Gruppenausstellung WasserKunst: Zwischen Deich und Teich im Park vom Edelhof Ricklingen
Besprechung mit Siegfried Neuenhausen für die Gemeinschaftsausstellung WasserKunst: Zwischen Deich und Teich
  • 1969 Konzeption – Conception, Städtisches Museum Leverkusen
  • 1970 Jetzt. Künste in Deutschland heute, Kunsthalle Köln
  • Konkrete Poesie. Visuelle Texte, Stedelijk Museum, Amsterdam
  • 1974 Projekt 74. Aspekte internationaler Kunst am Anfang der 70er Jahre, Kunsthalle Köln
  • 1977 documenta 6, Kassel
  • 1978 Städtische Kunsthalle Düsseldorf
  • Stedelijk Van Abbemuseum, Eindhoven
  • Art: – Museum des Geldes, Centre Pompidou, Paris
  • 1982 Momentbild. Künstlerphotographie, Kestner-Gesellschaft, Hannover
  • 1985 1945 – 1985. Kunst in der Bundesrepublik Deutschland, Neue Nationalgalerie, Berlin
  • 1987 Inside – Outside, Museum van Hedendaagse Kunst, Antwerpen
  • Animal Art (»steirischer herbst«), Palais Attems, Graz
  • 1990 Blau – Farbe der Ferne, Kunstverein, Heidelberg
  • bis jetzt… Plastik im Außenraum der Bundesrepublik, Georgengarten, Hannover
  • Ernte, Kunstverein Ganderkesee
  • 1991 Außenraum – Innenstadt, Sprengel Museum, Hannover
  • 1992 Zufall als Prinzip, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen a. Rh.
  • 1993 Poésure et Peintrie, Centre de la Vieille Charité, Marseille
  • Différentes Natures, Art Défense, Paris
  • 1998 Europa, besteige den Stier!, Kunstverein Bad Salzdetfurth, Bodenburg
  • 2000 ARCHE, Kunstverein Bad Salzdetfurth, Bodenburg
  • 1999 D as XX. Jahrhundert. Die Lesbarkeit der Kunst, Kunstbibliothek Berlin
  • 2002 Iconoclash, ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie<ref>Iconoclash</ref>
  • 2003 Wie ein Fisch im Wasser, Kunstverein Bad Salzdetfurth, Bodenburg
  • 2004 Bocca della verità, Kunstverein Bad Salzdetfurth, Bodenburg, Karlsruhe<ref>Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe</ref>
  • 2005 Les Grands Spectacles. 120 Jahre Kunst und Massenkultur, Museum der Moderne, Salzburg
  • Die obere Hälfte. Die Büste seit Auguste Rodin, Städtische Museen Heilbronn
  • Superstars. Von Warhol bis Madonna, Kunsthalle und BA-CA Kunstforum, Wien
  • 2006 Diagnose Kunst. Die Medizin im Spiegel der zeitgenössischen Kunst, Kunst-Museum Ahlen, Museum im Kulturspeicher, Würzburg
  • A noir, E blanc, I rouge, U vert, O bleu…Farben, Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg
  • 2007 Große Kunstausstellung, Haus der Kunst, München
  • 2007 Skulpturenlandschaft Osnabrück<ref>skulpturenlandschaft.com: Künstler / Timm Ulrichs. Deutschland - Ihr Anteil, 2007 (abgerufen am 31. Mai 2016)</ref>
  • 2008 Babylon. Mythos und Wahrheit, Pergamonmuseum, Berlin
  • 2010 Hortus Medicus, Kunstverein Bad Salzdetfurth, Bodenburg
  • 2010 Der Westen leuchtet, Kunstmuseum Bonn<ref>Kunstmuseum Bonn, Der Westen leuchtet. Eine Standortbestimmung der Kunstlandschaft des Rheinlandes</ref>
  • Nude visions-150 Jahre Körperbilder in der, Fotografie, Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg
  • Bense und die Künste, ZKM, Karlsruhe<ref>ZKM, Bense und die Künste</ref>
  • Das Fundament der Kunst, Städtische Museen Heilbronn
  • It's a kind of magic, Weserburg Museum für Moderne Kunst
  • 2011 … aus einem Lager, Christiane Möbus und Timm Ulrichs, Museum DKM, Duisburg
  • 2013: WasserKunst: Zwischen Deich und Teich, Parkanlage Rittergut Edelhof Ricklingen<ref name="Commons"/>
  • 2015: Skin Stories, kunst galerie fürth; u. a. mit, Wim Delvoye<ref>Rainer Hertwig am 17. August 2015: Analoge Botschaften unter der Haut</ref>
  • 2017: No Secrets! – Bilder der Überwachung, Sammlung Fotografie im Stadtmuseum München, u. a. mit Paolo Cirio, Franz Wanner, Luca Pancrazzi, Jenny Rova
  • 2018 PAUSE (prelude), Haus der Kunst, München<ref>{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=PAUSE (prelude) - Künstlerverbund im Haus der Kunst}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original;.Vorlage:Toter Link{{#invoke:TemplatePar|check

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  • 2019 The Big Sleep, Haus der Kunst, München<ref>{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=The Big Sleep}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original;{{#invoke:TemplatePar|check

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Auszeichnungen

Literatur

  • Franz Billmayer: Ich kann keine Kunst mehr sehen …. In: Grünewald, D. (Hrsg.): Kunst + Unterricht: (Sammelband) Lernen in Praxisprozessen. Friedrich Verlag, Velber 1996. S. 73 f.
  • Ludger Fischer: Timm Ulrichs setzt sich durch. In: Timm Ulrichs macht mobil. Möbel-Skulpturen und -Installationen, Freiburg 1999, S. 147–148. Gleichzeitig Ausst.-Kat. Atelierhaus Aachen.
  • Bernhard Holeczek: Timm Ulrichs. Braunschweig 1982.
  • Jürgen Raap: Timm Ulrichs. In: Kunstforum international, Bd. 126, 1994.
  • Rita Schoeneberg: Timm Ulrichs, in dies.: 13 von 500000 Menschen aus Hannover, Hamburg: Urban-Verlag, 1999, ISBN 3-924562-04-0, S. 101–111.
  • Christine Korte-Beuckers: Kommunikationskonzepte in der Objektkunst der 1960er Jahre. Theorie der Gegenwartskunst, Bd. 13. Lit Verlag, Münster/Hamburg/London 1999.
  • Matthias Reichelt: Totalkunst im Grünen (Timm Ulrichs). In: Kunstforum international, Bd. 157, 2001
  • Tigo Zeyen, Anne Weber-Ploemacher (Hrsg.),´Joachim Giesel (Fotos): 100 hannoversche Köpfe, Hameln: CW Niemeyer Buchverlage, 2006, ISBN 978-3-8271-9251-6 und ISBN 3-8271-9251-X, S. 188f.
  • Ansgar Schnurr: Timm Ulrichs´ künstlerische Forschungen in kunstdidaktischem Erkenntnisinteresse. In: Blohm, Manfred (Hg.): Kurze Texte zur Kunstpädagogik. Flensburg 2008, S. 71–76.
  • Ansgar Schnurr: Über das Werk von Timm Ulrichs und den künstlerischen Witz als Erkenntnisform. Analyse eine pointierten Vermittlungs- und Erfahrungsmodells im Kontext ästhetischer Bildung. Norderstedt, 2009.
  • Thomas Deecke: Die Vermessenheit des Timm Ulrichs. In: Timm Ulrichs: „Blick zurück nach vorn“, Hrsg. Museum Ritter/Gerda Ridler, Heidelberg 2010. ISBN 978-3-88423-347-4.
  • Helmut G. Schütz: Von der zweifelhaften Evidenz des Sichtbaren. Zu Timm Ulrichs' Landschafts-Epiphanien. Mannheim 2012
  • Robert Jelinek: Timm Ulrichs, Hrsg. Der Konterfei 05, Wien 2014. 56 Seiten. ISBN 978-3-9503749-4-0.
  • Lambert Wiesing: Blau von Timm Ulrichs. In: Lambert Wiesing: Phänomene im Bild. München 2000, S. 139–148.
  • Robert Jelinek: Timm Ulrichs – Auf der Überholspur, Hrsg. Der Konterfei 016, Wien 2015. 56 Seiten. ISBN 978-3-903043-05-3.

Ausstellungskataloge

Blick mit der Kuratorin Dagmar Brand und der Künstlerin Susanne Hoffmann in einen Ausstellungskatalog
  • Timm Ulrichs: Timm Ulrichs, Retrospektive. Kunstverein Braunschweig, Braunschweig 1975.
  • Timm Ulrichs: Kunstpreis Nordhorn. Städtische Galerie Nordhorn (Hg.), 1980.
  • Timm Ulrichs: Totalkunst. Städtische Galerie Lüdenscheid, Lüdenscheid 1980.
  • Timm Ulrichs: Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein 1984.
  • Timm Ulrichs: Landschaftsepiphanien. Kunsthalle Recklinghausen 1991.
  • Timm Ulrichs: Unterwegs. Deutsches Kulturinstitut Madrid 1991.
  • Timm Ulrichs: Timm Ulrichs macht mobil. Modo, Galerie blau, Freiburg/Brsg. 1992.
  • Skulpturenmuseum Glaskasten Marl: Bestandskatalog 1992/93, S. 128
  • Timm Ulrichs: Städtische Galerie, Iserlohn 1993.
  • Timm Ulrichs: Parcours. Kunstverein Cuxhaven / Kunsthalle Recklinghausen 1993.
  • Timm Ulrichs: Der Detektorische Blick. Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin 1997.
  • Timm Ulrichs: Dem Betrachter den Rücken zukehrend. Siegerlandmuseum, Siegen 1994.
  • Timm Ulrichs: Gehäuse für Denkmäler und Brunnen. Modo-Verlag, Freiburg/Brsg. 2000.
  • Timm Ulrichs: Die Druckgrafik. Sprengel Museum Hannover, Hannover 2002. ISBN 3-89169-183-1.
  • Timm Ulrichs / Ferdinand Ullrich: Wer war das!. Ein Bestimmungsbuch der Klasse Timm Ulrichs an der Kunstakademie Münster 1972 bis 2005. Kunsthalle Recklinghausen und Kunstverein Ingolstadt 2005.
  • Timm Ulrichs: „Blick zurück nach vorn“, Hrsg. Museum Ritter/Gerda Ridler, Heidelberg 2010. ISBN 978-3-88423-347-4.
  • Timm Ulrichs: Betreten der Ausstellung verboten, Hrsg. Kunstverein Hannover und Sprengelmuseum Hannover, 2010, (deutsch/englisch). ISBN 978-3-7757-2794-5.
  • Timm Ulrichs: Bilder-Finder – Bild-Erfinder. Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt, Bielefeld 2013. ISBN 978-3-86678-799-5.
  • Timm Ulrichs: des großen Erfolges wegen. Hrsg. Dziembowski, Hochfeld, Mayr, Nommensen Berlin 2018. ISBN 978-3-946688-49-5.
Commons: {{#invoke:WLink|getArticleBase}} – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

ENGLISCH

Vorlage:Short description Timm Ulrichs








(born August 12, 1936) is a German-born artist who lives and works in New York City. Haacke is considered a "leading exponent" of Institutional Critique.<ref>Tate: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1={{#invoke: WLink|getEscapedTitle|1=Institutional critique – Art Term}}}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) In: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Tate}} Ehemals im <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original; ({{#invoke:Multilingual|format|en-gb|slang=!|split=[%s,]+|shift=m|separator=, }}).Vorlage:Toter Link{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf= zugriff= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= AT= CH= offline= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}{{#invoke:TemplatePar|check

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Early life

Haacke was born in Cologne, Germany. He studied at the Staatliche Werkakademie in Kassel, Germany, from 1956 to 1960. In 1959 Haacke was hired to assist with the second documenta, working as a guard and tour guide.<ref>Haacke, H. (2016) Working Conditions. MIT Press. p. 223. Vorlage:ISBN</ref> He was a student of Stanley William Hayter, a well-known and influential English printmaker, draftsman, and painter. From 1961 to 1962 he studied on a Fulbright grant at the Tyler School of Art at Temple University in Philadelphia. From 1967 to 2002 Haacke was a professor at the Cooper Union in New York City.

Datei:Condensation Cube of Haacke.jpg
Condensation Cube, (1963-1965); Plexiglas and water; Hirshhorn Museum and Sculpture Garden

During his formative years in Germany, he was a member of Zero (an international group of artists, active ca. 1957-1966).<ref name="Framing">Haacke, Hans. Framing and Being Framed. Halifax: Press of Nova scotia College of Art and Design, 1975.</ref> This group was held together with common motivations: the longing to re-harmonize man and nature and to restore art's metaphysical dimension. They sought to organize the pictorial surface without using traditional devices.

Although their methods differed greatly, most of the work was monochromatic, geometric, kinetic, and gestural.<ref name="Framing"/> But most of all they used nontraditional materials such as industrial materials, fire and water, light, and kinetic effects. The influence of the Zero group and the materials they used is clear in Haacke's early work from his paintings that allude to movement and expression to his early installations that are formally minimal and use earthly elements as materials.<ref name="Framing"/>

These early installations focused on systems and processes. Condensation Cube (1963–65) embodies a physical occurrence, of the condensation cycle, in real time. Some of the themes in these works from the 1960s include the interactions of physical and biological systems, living animals, plants, and the states of water and the wind. He also made forays into land art, but by the end of the 1960s his art had found a more specific focus.

Systems work (1970–present)

Haacke's interest in real-time systems propelled him into his criticism of social and political systems.<ref name="Perry">Tate Collection."Hans Haacke" Accessed October 14, 2010.</ref> In most of his work after the late 1960s, Haacke focused on the art world and the system of exchange between museums and corporations and corporate leaders; he often underlines its effects in site-specific ways.

Haacke has been outspoken throughout his career about demystifying the relationship between museums and businesses and their individual practices. He writes, "what we have here is a real exchange of capital: financial capital on the part of the sponsors and symbolic capital on the part of the sponsored".<ref name="Free Exchange">Bourdieu, P. and H. Haacke. Free Exchange. Stanford: Stanford Univ Press, 1995. pg17.</ref> Using this concept from the work of Pierre Bourdieu, Haacke has underlined the idea that corporate sponsorship of art enhances the sponsoring corporations' public reputation, which is of material use to them. Haacke believes, moreover, that both parties are aware of this exchange, and as an artist, Haacke is intent on making this relationship clear to viewers.

In 1970 Hans Haacke proposed a work for the exhibition entitled Information to be held at the Museum of Modern Art in New York (an exhibition meant to be an overview of current younger artists), according to which the visitors would be asked to vote on a current socio-political issue.<ref name="Framing"/> The proposal was accepted, and Haacke prepared his installation, entitled MoMA Poll, but did not hand in the specific question until right before the opening of the show. His query asked, "Would the fact that Governor Rockefeller has not denounced President Nixon's Indochina Policy be a reason for your not voting for him in November?" Visitors were asked to deposit their answers in the appropriate one of two transparent Plexiglas ballot boxes. At the end of the exhibition, there were approximately twice as many Yes ballots as No ballots.<ref>[{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivURL|1={{#invoke:URLutil|getNormalized|1=https://web.archive.org/web/20071125124551/http://www.arts.ucsb.edu/faculty/budgett/algorithmic_art/haacke.html}}}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke: WLink|getEscapedTitle|1=Hans Haacke, MOMA Poll [1970]}}}}] (Nicht mehr online verfügbar.) In: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Algorithmic Art @ ucsb.edu}} Archiviert vom <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}};.{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf= zugriff= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= AT= CH= offline= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}{{#invoke:TemplatePar|check

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  }}Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“</ref> Haacke's question commented directly on the involvements of a major donor and board member at MOMA, Nelson Rockefeller. This installation is an early example of what in the art world came to be known as institutional critique. MoMA Poll was cited in 2019 by The New York Times as one of the works of art that defined the contemporary age.<ref name="NYT 25 Works">Zoë Lescaze, David Breslin, Martha Rosler, Kelly Taxter, Rirkrit Tiravanija, Torey Thornton, Thessaly La Force: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1={{#invoke: WLink|getEscapedTitle|1=The 25 Works of Art That Define the Contemporary Age}}}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) In: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=T}} The New York Times, {{#invoke:DateTime|format|{{#invoke:DateTime|format|15 July 2019|ISO|noerror=1}}|T._Monat JJJJ}}; ehemals im <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original;.Vorlage:Toter Link{{#invoke:TemplatePar|check

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In one of his best-known works, which quickly became an art historical landmark, Shapolsky et al. Manhattan Real Estate Holdings, A Real Time Social System, as of May 1, 1971, Haacke took on the real-estate holdings of one of New York City's biggest slum landlords. The work exposed, through meticulous documentation and photographs, the questionable transactions of Harry Shapolsky's real-estate business between 1951 and 1971. Haacke's solo show at the Solomon R. Guggenheim Museum, which was to include this work and which made an issue of the business and personal connections of the museum's trustees, was cancelled on the grounds of artistic impropriety by the museum's director six weeks before the opening. (Shapolsky was not such a trustee, although some have misunderstood the affair by assuming that he was.) Curator Edward Fry was consequently fired for his support of the work.<ref name="Framing"/><ref>Arthur C. Danto. "Art-Hans Haacke:Unfinished Business." The Nation, February 14, 1987.</ref><ref>Lawrence Alloway. "Art." The Nation, August 2, 1971.</ref>

Following the abrupt cancellation of his exhibition and the trouble it had caused with the museum, Haacke turned to other galleries, to Europe and his native country, where his work was more often accepted. Ten years later he included the Shapolsky work—by then widely known—at his solo exhibition at the New Museum of Contemporary Art, entitled "Hans Haacke: Unfinished Business".<ref name= "New York Times">Michael Brenson. "Art: In political Tone, Works by Hans Haacke." The New York Times, December 19, 1986.</ref><ref name="Free Exchange"/>

At the John Weber gallery in New York, in 1972, on two separate occasions, Haacke created a sociological study, collecting data from gallery visitors. He requested the visitors fill out a questionnaire with 20 questions ranging from their personal demographic background information to opinions on social and political issues. The results of the questionnaires were translated into pie charts and bar graphs that were presented in the gallery at a later date.<ref name="Framing"/> They revealed, among other things, that most visitors were related in some way to the professions of art, art teaching, and museology, and most were politically liberal.

In 1974, Haacke submitted another proposal that was subsequently rejected for an exhibition at the Wallraf–Richartz Museum in Cologne. The work described a well-documented history of the ownership (with individual biographies of each of the owners) of Manet's painting Bunch of Asparagus in the museum's collection, narrating how it came into the collection, and in which the Third Reich activities of its donor were revealed. Instead, the work was exhibited in the Paul Menz Gallery in Cologne with a color reproduction in place of the original.<ref name="Framing"/>

In 1975, Haacke created a similar piece to the Manet project at the John Weber gallery in New York, exposing the history of ownership of Seurat's Models (Les Poseuses) (small version). In the same manner as the previous installation, this work showed the increase of the value of the work as it passed from one patron to another.<ref name="Framing"/>

Also In 1975, he created one of his most memorable installations, entitled On Social Grease. The work, which takes its title from a speech by a corporate head of one of the world's major oil companies, is made up of carefully fractured plaques exhibiting quotes from business executives and important art world figures. These plaques display their opinions on the system of exchange between museums and businesses, speaking directly to the importance of the arts in business practices.<ref name="Framing"/><ref name="New York Times"/>

In 1978 Haacke had a solo exhibition at the Museum of Modern Art in Oxford, England, that included the new work A Breed Apart, which made explicit criticism of the state-owned British Leyland for exporting vehicles for police and military use to apartheid South Africa.

His 1979 solo exhibition at Chicago's Renaissance Society featured paintings that reproduced and altered print ads for Mobil, Allied Chemical, and Tiffany & Co.

1980s

With extensive research Haacke continued throughout the 1980s to target corporations and museums in his work through larger scale installations and paintings. In 1982, at the documenta 7 exhibition, Haacke exhibited a very large work that included oil portraits of Ronald Reagan and Margaret Thatcher in 19th-century style, facing on the opposite wall a gigantic photograph of the demonstration against nuclear arms held earlier that year—the largest demonstration in Germany since the end of the Second World War. The clear implication, supported by Haacke's remarks, was that these two figures were attempting to roll back their respective nations to the socially and politically regressive, laissez-faire, and imperialist policies of the 19th century. In 1988 he was given an exhibition at the Tate Gallery in London at which he exhibited the portrait of Margaret Thatcher, full of iconographic references featuring cameos of Maurice and Charles Saatchi.<ref name="C4">C4 Contemporary Art. "Profile: Hans Haacke" Accessed October 14, 2010.</ref> The Saatchis were well known not only as art collectors on an aggressive scale, widely affecting the course of the art world by their choices, but also as the managers of Thatcher's successful, fear-based political campaigns as well as that of the South African premier, P. W. Botha.

1990s

Haacke's controversial 1990 painting Cowboy with Cigarette turned Picasso's Man with a Hat (1912–13) into a cigarette advertisement. The work was a reaction to the Phillip Morris company's sponsorship of a 1989–90 exhibition about Cubism at the Museum of Modern Art.<ref name="C4"/>

Haacke has had solo exhibitions since, at the New Museum of Contemporary Art, New York; the Van Abbemuseum, Eindhoven; and the Centre Georges Pompidou, Paris.

In 1993 Haacke shared, with Nam June Paik, the Golden Lion for the German Pavilion at the Venice Biennale. Haacke's installation Germania made explicit reference to the pavilion's roots in the politics of Nazi Germany. Haacke tore up the floor of the German pavilion as Hitler once had done. In 1993, looking through the doors of the pavilion, past the broken floor, the viewer witnesses the word on the wall: "Germania", Hitler's name for Nazi Berlin.<ref name="The Art Libel">The Village Voice. "The Art Libel" Online article by Richard Goldstein. March 14, 2000. Accessed October 14, 2010.</ref>

Blue Sail, photo was taken by Ed Schipul at the San Francisco Museum of Modern Art

2000s

At the 2000 Whitney Biennial, at the Whitney Museum of American Art in New York, Haacke presented a piece that is a direct reaction to art censorship. The piece called Sanitation featured six anti-art quotes from US political figures on each side of mounted American flags. The quotes were in a Gothic style script typeface once favored by Hitler's Third Reich. On the floor was an excerpt of the First Amendment of the U.S. Constitution, guaranteeing freedom of speech and expression. Lined up against the wall were a dozen garbage cans with speakers emitting military marching sounds.<ref name="Art?">Slate magazine. "Hans Haacke: Art or Punditry?" Online article by Judith Shulevitz. March 16, 2000. Accessed January 25, 2020.</ref> Haacke notes that "freedom of expression is the focus of the work".<ref name="The Art Libel"/>

Commissions

In 2000, the permanent installation DER BEVÖLKERUNG (To the Population) was inaugurated in the Reichstag, the German Parliament building in Berlin, and in 2006 a public commission commemorating Rosa Luxemburg was completed in a three-block area in the center of the city.<ref>Hans Haacke, January 11 - February 17, 2008 Paula Cooper Gallery, New York.</ref> In 2014, it was announced that Haacke would be installing one of his works as part of the annual Fourth Plinth commission in 2015. His winning commission of a bronze sculpture of a horse’s skeleton,<ref>Mark Brown, arts correspondent: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1={{#invoke: WLink|getEscapedTitle|1=Trafalgar Square's fourth plinth to show giant thumbs up and horse skeleton}}}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) via www.theguardian.com, {{#invoke:DateTime|format|{{#invoke:DateTime|format|February 7, 2014|ISO|noerror=1}}|T._Monat JJJJ}}; ehemals im <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original;.Vorlage:Toter Link{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf= zugriff= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= AT= CH= offline= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}{{#invoke:TemplatePar|check

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  }}Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“</ref> titled Gift Horse, comes with an electronic ribbon tied to its front leg that displays a live ticker of prices on the London Stock Exchange.<ref>Laurie Rojas (February 7, 2014), Hans Haacke and David Shrigley win Fourth Plinth commissions Vorlage:Webarchive The Art Newspaper</ref>

Use of Law

Along with Adrian Piper and Michael Asher, Haacke uses a version of Seth Siegelaub and Robert Projansky's 1971 artist contract, The Artists Reserved Rights Transfer and Sale Agreement, in order to control the dissemination, display and ownership of his art works.

Writing and publications

On being considered a political artist Haacke says: "it is uncomfortable for me to be a politicized artist.... the work of an artist with such a label is in danger of being understood one dimensionally without exception.... all artwork have a political component whether its intended or not".<ref name="Hans Haacke talks Politics">ARTFORUM. "Germany Downsizes Culture; Hans Haacke Talks Politics ; More" Accessed October 14, 2010.</ref> Jack Burnham comments on Haacke's political growth and links its roots to exposure to a time of political unrest in the US surrounding the Vietnam War. Burnham also points to Haacke's joining the Arts Workers Coalition and the boycott of the São Paulo Bienal in Brazil in 1969 as catalyst for the artist's work to take a political direction.<ref name="Framing"/> Writing by Haacke and his close friends and colleagues, including documentation of his work, are collected in two separate books by the artist.

Hans Haacke first published a book about the ideas and processes behind his and other conceptual art called Framing and Being Framed. Published in 1995, Free Exchange, is a transcription of a conversation between Haacke and Pierre Bourdieu. The two men met in the 1980s and, as Bourdieu states in the introduction, "very quickly discovered how much they have in common".<ref name="Free Exchange"/>

See also

References

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Further reading

  • Luke Skrebowski, "All Systems Go: Recovering Hans Haacke's Systems Art", in Grey Room, Winter 2008, No. 30, Pages 54–83.
  • Flügge, Matthias, and Fleck, Robert (ed.). 2007. "Hans Haacke - Wirklich. Werke 1959-2006". Düsseldorf: Richter. (catalogue to a retrospective exhibition at Deichtorhallen Hamburg 17.11.2006 - 4.2.2007 and Akademie der Künste, Berlin 18.11.2006 - 14.1.2007)
  • Grasskamp, Walter, Hans Haacke, and Benjamin Buchloh. "Obra social": Hans Haacke. Barcelona: Fundació Antoni Tàpies, 1995. Vorlage:ISBN Text in Catalan, English and Castilian.
  • Bourdieu, P. and H. Haacke. Free Exchange. Stanford: Stanford Univ Press, 1995.
  • Wallis, B. (ed). 1986. Hans Haacke: Unfinished Business. New York and Cambridge: New Museum of Contemporary Art and MIT Press.
  • Jean-Hubert Martin, Valerie Hilling, Catherine Millet and Mattijs Visser. "ZERO, Internationale Künstler Avantgarde", exhibition catalog published by Museum Kunst Palast and Cantz, Düsseldorf/Ostfildern 2006, Vorlage:ISBN
  • Duncan, Carol. "The Art Museum as Ritual" from The Art of Art History: A Critical Anthology, ed. by Donald Preziosi Oxford: Oxford University, 1998, 474-475.
  • Jameson, Frederic. Postmodernism or, The Cultural Logic of Late Capitalism Durham, North Carolina: Duke University, 1991,4-5.
  • Harvey, David. "The Art of Rent: Globalization, Monopoly and the Commodification of Culture". from A World of Contradictions: Socialist Register 2002, ed. by Leo Panitch and Colin Leys.
  • Kaye, Nick. Site-specific Art: Performance, Place and Documentation. London: Routledge, 2000.

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Achtung: Der Sortierungsschlüssel „Haacke, Hans“ überschreibt den vorher verwendeten Schlüssel „Ulrichs, Timm“.