Curriculum Demokratiebildung Klasse 5 bis 10

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Curriculum Demokratiebildung Klasse 5 bis 10




Demokratiebildung - Überblick


Klassenstufe Verantwortliche Thema Kurze Bemerkung
Klasse 5-10 Schüler:innen, Verbindungslehrkräfte, Schulleitung SMV Schüler:innenvertretung als feste Struktur demokratischer Mitbestimmung und Beteiligung im Schulleben; ergänzend Wahl eines Schüler-Teams Demokratiebeauftragte, das demokratische Themen, Aktionen und Beteiligungsformate an der Schule stärkt.
Schüler:innen, Fachlehrkräfte, Schulleitung Fair-Image Kreative Medien- und Produktarbeit mit KI-Produkten und demokratischen, antidiskriminierenden sowie öffentlich wirksamen Botschaften.
Kunst, Fachlehrkräfte, Schüler:innen Kunstprojekte für Demokratiebildung Kunstprojekte schaffen kreative Zugänge zu Themen wie Respekt, Vielfalt, Menschenwürde und Mitbestimmung.
Schulleitung, Fachlehrkräfte, Schüler:innen WEIHUNGSTALSCHULE IS(S)T BUNT Das Projekt verbindet Vielfalt, Gemeinschaft und Wertschätzung im Schulalltag und setzt ein sichtbares Zeichen für ein offenes, respektvolles Miteinander.
Klasse 5 Lerngruppenleitung, Schüler:innen Klassenregeln und Gemeinschaft Ankommen in der Schulgemeinschaft, Regeln verstehen, respektvoll zusammenleben.
Lerngruppenleitung, Schulsozialarbeit Streit lösen Einfache Konfliktlösung und fairer Umgang im Alltag.
Kunst, Lerngruppenleitung, Schüler:innen Jeder Mensch Erste kreative Zugänge zu Menschenwürde, Anerkennung und der Frage, warum jeder Mensch wertvoll ist.
Klasse 5-7 Lerngruppenleitung, Schüler:innen Klassenrat Regelmäßige Mitbestimmung einüben, zuhören, abstimmen, Probleme besprechen und gemeinsame Lösungen finden.
Schulleitung, Lerngruppenleitung, Fachlehrkräfte, Schüler:innen AG-Angebot Arbeitsgemeinschaften eröffnen zusätzliche Räume für Interessen, Mitgestaltung, Verantwortung und soziales Lernen.
Klasse 6 Lerngruppenleitung, Schüler:innen Sprache und Respekt Bewusstmachen, dass Sprache verletzen oder stärken kann.
Lerngruppenleitung, Schulsozialarbeit Ausgrenzung erkennen Außenseiterrollen, Gruppendruck und Hilfsmöglichkeiten thematisieren.
Lerngruppenleitung Kinderrechte Einstieg in Rechte, Schutz und Verantwortung.
Kunst, Fachlehrkräfte, Schüler:innen Kinderrechte in der Kunst Kinderrechte werden in Bildern, Collagen oder Ausstellungen kreativ sichtbar gemacht.
Klasse 7 Schüler:innen, Schulsozialarbeit, Verbindungslehrkräfte Streitschlichter Ausgebildete Schüler:innen unterstützen bei Konflikten und stärken eine friedliche Schulkultur.
Lerngruppenleitung, Fachlehrkräfte Diskriminierung Formen von Benachteiligung verstehen und benennen.
Lerngruppenleitung, Schulsozialarbeit Rassismus im Alltag Vorurteile, Stereotype und verletzende Denkmuster besprechen.
Fachlehrkräfte, Schüler:innen Digitale Kommunikation Respekt in Chats, Gruppen und sozialen Medien fördern.
Kunst, Fachlehrkräfte, Schüler:innen Kunst gegen Ausgrenzung Künstlerische Arbeiten helfen dabei, Diskriminierung sichtbar zu machen und Gegenbilder zu entwickeln.
Klasse 8 Schüler:innen, Lerngruppenleitung, Schulsozialarbeit Vielfalt-Coach Schüler:innen übernehmen Verantwortung für Vielfalt, Respekt und ein diskriminierungssensibles Miteinander.
Gemeinschaftskunde, Lerngruppenleitung Demokratie Grundprinzipien demokratischen Zusammenlebens verstehen.
Gemeinschaftskunde, Fachlehrkräfte Grundgesetz und Menschenrechte Rechte, Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde als Grundlage behandeln.
Lerngruppenleitung, Fachlehrkräfte Schule ohne Rassismus Demokratische Haltung im Schulalltag sichtbar machen.
Schulleitung, Lerngruppenleitung, Bürgermeister, Schüler:innen BBB - Besuch beim Bürgermeister Begegnung mit kommunalpolitischer Verantwortung und Einblick in lokale Demokratie vor Ort.
Kunst, Fachlehrkräfte, Schüler:innen Jeder Mensch ist Kunst Kunstprojekte vertiefen die Themen Menschenwürde, Anerkennung, Vielfalt und demokratische Teilhabe.
Klasse 9 Fachlehrkräfte, Lerngruppenleitung Fake News und Medienkompetenz Informationen prüfen, Quellen vergleichen, Falschmeldungen erkennen.
Fachlehrkräfte Verschwörungstheorien und Propaganda Manipulative Muster erkennen und kritisch einordnen.
Fachlehrkräfte, Schüler:innen Debatten und Urteilsbildung Eigene Positionen sachlich begründen und andere Perspektiven prüfen.
Schulleitung, Fachlehrkräfte, Schüler:innen Berlinfahrt Politische Bildung durch Besuch des Bundesrates und Begegnung mit Abgeordneten.
Fachlehrkräfte, Schulleitung, Gedenkstättenpädagogik, Schüler:innen KZ-Besuch in Dachau Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus, Erinnerungskultur und der Verantwortung demokratischer Gesellschaften.
Kunst, Fachlehrkräfte, Schüler:innen Politische Kunst Kunst kann politische Fragen, Macht, Freiheit und gesellschaftliche Verantwortung anschaulich machen.
Klasse 10 Gemeinschaftskunde, Fachlehrkräfte Demokratie unter Druck Extremismus, Hass und demokratische Gefährdungen analysieren.
Fachlehrkräfte, Schulleitung, Schüler:innen Teilhabe und Engagement Eigene Verantwortung, Beteiligung und gesellschaftliches Engagement stärken.
Fachlehrkräfte, Schulsozialarbeit Zivilcourage Mut zum Widerspruch gegen Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit fördern.
Alle Klassen Schulleitung, Fachlehrkräfte, Lerngruppenleitungen, Schüler:innen Projektwoche mit Demokratiethemen Fächerübergreifende Vertiefung demokratischer Themen, z. B. Kinderrechte oder KI gegen Nazis.
Lerngruppenleitung, Schulsozialarbeit, Schulleitung Positives Schulklima Achtung, Toleranz, Respekt und Verlässlichkeit als gemeinsame Basis.
Lerngruppenleitung, Fachlehrkräfte Lerncoaching und Reflexion Eigenverantwortung, Rückmeldung und Selbstwirksamkeit fördern.
Fachlehrkräfte, Schüler:innen Soziale Projekte Demokratie praktisch erleben durch Verantwortung und gemeinsames Handeln.
Kunst, Fachlehrkräfte, Schüler:innen Ausstellungen für Demokratiebildung Ausstellungen und kreative Präsentationen machen demokratische Themen im Schulhaus sichtbar.







Curriculum Demokratiebildung Klasse 5 bis 10

Einordnung und schulischer Rahmen

Demokratiebildung ist an der Schule nicht nur ein Unterrichtsthema, sondern Teil der Schulentwicklung. Sie steht in engem Zusammenhang mit dem Ziel, ein positives Schulklima zu stärken, Achtung, Toleranz und Respekt als gemeinsame Wertebasis zu leben, Schüler:innen mehr Eigenverantwortung zu ermöglichen und Lernen so zu gestalten, dass Selbstwirksamkeit, Orientierung und sinnvolle Beteiligung wachsen. Grundlage dafür sind laut Projektplan insbesondere ein positives Schulklima, die Werte Achtung, Toleranz und Respekt, personalisierte Lernformen, Kompetenzraster, Lerncoaching und formative Rückmeldung. :contentReference[oaicite:5]{index=5}

Das vorliegende Curriculum verbindet daher Demokratiebildung mit zentralen Entwicklungszielen der Schule:

  1. ein sicheres und wertschätzendes Schulumfeld
  2. demokratische Strukturen im Schulalltag
  3. Verantwortung und soziale Kompetenzen
  4. personalisiertes Lernen
  5. Kompetenzraster und inhaltliche Orientierung
  6. Lerncoaching und formative Rückmeldung
  7. Methodencurricula
  8. reflektierte Mediennutzung
  9. effektive Nutzung der Lernzeit
  10. Zusammenarbeit in Stufenteams und verlässlichen Kooperationsstrukturen
  11. soziale Projekte als konkrete Erfahrungsräume demokratischen Handelns

Demokratiebildung wird dadurch als gemeinsamer pädagogischer Auftrag verstanden, der Unterricht, Schulkultur, Raumgestaltung, Ganztag, Rückmeldesysteme, Beteiligungsformen und soziale Praxis miteinander verbindet. Der Projektplan nennt hierzu ausdrücklich Schule als Lebensraum, die sinnvolle Rhythmisierung des Ganztags, demokratische Strukturen, soziale Kompetenzen, Lob und Anerkennung positiver Leistungen, Lernwegelisten, Unterstützungsstrukturen, Kompetenzraster, Methodencurricula und Teamstrukturen. :contentReference[oaicite:6]{index=6} :contentReference[oaicite:7]{index=7} :contentReference[oaicite:8]{index=8} :contentReference[oaicite:9]{index=9}

Leitziele

  1. Schüler:innen kennen grundlegende Prinzipien von Demokratie, Grundgesetz und Menschenrechten.
  2. Schüler:innen erleben Schule als sicheren, wertschätzenden und verlässlichen Lebensraum.
  3. Schüler:innen lernen, Verantwortung für sich selbst, für andere und für die Gemeinschaft zu übernehmen.
  4. Schüler:innen entwickeln Respekt, Toleranz und Achtung als verbindliche Haltungen im Alltag.
  5. Schüler:innen erkennen Formen von Diskriminierung, RASSISMUS und Ausgrenzung und können ihnen widersprechen.
  6. Schüler:innen verbessern ihre Fähigkeit zur Mitbestimmung, zur Konfliktlösung und zur reflektierten Urteilsbildung.
  7. Schüler:innen lernen, ihr eigenes Lernen zunehmend selbständig zu planen, zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
  8. Schüler:innen erhalten Orientierung durch klare Strukturen, Kompetenzraster, Lernwege und verständliche Rückmeldung.
  9. Schüler:innen erwerben demokratierelevante Medienkompetenz.
  10. Schüler:innen erfahren Selbstwirksamkeit durch Beteiligung, Verantwortung, soziale Projekte und sichtbare Ergebnisse.

Pädagogische Grundprinzipien

  1. Werteorientierung – Demokratiebildung basiert auf Achtung, Toleranz, Respekt und Anerkennung. :contentReference[oaicite:10]{index=10}
  2. Schule als Lebensraum – Demokratiebildung betrifft Unterricht, Räume, Beziehungen und Routinen. :contentReference[oaicite:11]{index=11}
  3. Partizipation – Schüler:innen werden an Entscheidungen, Regeln, Reflexionen und Projekten beteiligt.
  4. Verlässliche Strukturen – Orientierung entsteht durch klare Abläufe, Rituale, Zuständigkeiten und Rückmeldungen.
  5. Selbstwirksamkeit – Schüler:innen sollen erleben, dass ihr Handeln Bedeutung hat. :contentReference[oaicite:12]{index=12}
  6. Personalisierung – Lernprozesse werden durch Kompetenzraster, Lernwege, Lerncoaching und passende Angebote unterstützt.
  7. Sprachsensibilität – Demokratiebildung braucht verständliche Sprache und reflektierten Umgang mit Begriffen.
  8. Methodenaufbau – Demokratiekompetenz wird systematisch durch passende Methoden entwickelt. :contentReference[oaicite:14]{index=14}
  9. Feedbackkultur – Lernentwicklung und soziales Handeln werden durch formatives, stärkenorientiertes Feedback gestützt.
  10. Soziales Lernen – Demokratie wird besonders dann wirksam gelernt, wenn Schüler:innen Verantwortung in realen sozialen Zusammenhängen übernehmen.
  11. Teamorientierung – Demokratiebildung ist Aufgabe der ganzen Schule und wird durch Kooperation getragen. :contentReference[oaicite:16]{index=16}

Bausteine über alle Klassenstufen hinweg

1. Schulklima und Wertebasis

  1. respektvoller Umgang
  2. sichere Lernumgebung
  3. klare Regeln und verlässliche Konsequenzen
  4. Lob, Anerkennung und Stärkenorientierung
  5. soziale Verantwortung
  6. demokratische Alltagskultur

2. Beteiligung und Verantwortung

  1. Klassenrat
  2. Klassendienste und Ämter
  3. Mitbestimmung bei Regeln und Vorhaben
  4. Verantwortung in Gruppenprozessen
  5. Beteiligung an Projekten und Präsentationen
  6. Übernahme von Aufgaben in sozialen Projekten

3. Orientierung und personalisiertes Lernen

  1. Kompetenzraster
  2. Lernwegelisten
  3. Lernziele und persönliche Zielsetzungen
  4. Lerncoaching
  5. Reflexion des eigenen Lernens
  6. Hilfesysteme und Unterstützungsstrukturen

4. Methoden und Medien

  1. Gesprächsregeln
  2. Diskussionsformen
  3. Konfliktlösestrategien
  4. Recherche und Quellenprüfung
  5. Mediennutzung
  6. KI- und PC-bezogene Basiskompetenzen
  7. Präsentation und Dokumentation

5. Feedback und Lernentwicklung

  1. formative Rückmeldung
  2. Stärkenorientierung
  3. Lernberatung
  4. Selbst- und Fremdeinschätzung
  5. Reflexionsbögen
  6. Entwicklungsgespräche

6. Soziale Projekte und Verantwortungspraxis

  1. soziale Projekte als Lerngelegenheiten demokratischen Handelns
  2. Verantwortung für andere übernehmen
  3. Solidarität praktisch einüben
  4. Schule mit außerschulischen Lebensbereichen verbinden
  5. Empathie, Hilfsbereitschaft und Gemeinsinn stärken
  6. eigene Beiträge für die Gemeinschaft sichtbar machen

Klasse 5

Leitidee

In Klasse 5 beginnt Demokratiebildung mit dem Ankommen in einer neuen Gemeinschaft. Die Schüler:innen erleben Schule als Lebensraum mit Regeln, Rechten, Pflichten, Beziehungen und gemeinsamen Werten. Sie lernen, dass Respekt, Zuhören und Fairness die Grundlage des Zusammenlebens bilden.

Schwerpunkte

  1. Gemeinschaft und Zugehörigkeit
  2. Klassenregeln und Mitbestimmung
  3. Respekt und wertschätzender Umgang
  4. sichere Lernumgebung
  5. Verantwortung für Material, Raum und Miteinander
  6. erste soziale Hilfsbereitschaft
  7. erste Orientierung im eigenen Lernen

Mögliche soziale Praxis

  1. Hilfsdienste in der Klasse
  2. Begrüßungs- und Patenschaftsformen
  3. kleine gemeinsame Aktionen für die Klassengemeinschaft
  4. Beiträge zu einem freundlichen Schulumfeld

Klasse 6

Leitidee

In Klasse 6 wird Demokratiebildung um Fragen von Gruppenzugehörigkeit, Sprache, Ausgrenzung und Verantwortung erweitert. Die Schüler:innen lernen, wie Beziehungen gelingen und wie verletzendes Verhalten erkannt und verändert werden kann.

Schwerpunkte

  1. Sprache und Wirkung
  2. Vorurteile und Ausgrenzung
  3. Verantwortung in der Gruppe
  4. Kinderrechte
  5. Lernorganisation und Selbständigkeit
  6. positive Rückmeldung und Anerkennung
  7. soziales Engagement im Nahbereich

Mögliche soziale Praxis

  1. Mitgestaltung gemeinsamer Aktionen
  2. Unterstützung jüngerer Schüler:innen
  3. klasseninterne Hilfsangebote
  4. reflektierte Aufgaben für das soziale Miteinander

Klasse 7

Leitidee

In Klasse 7 rücken Unterschiede, Vielfalt, Diskriminierung und digitale Kommunikation stärker in den Mittelpunkt. Demokratiebildung bedeutet nun auch, Vielfalt zu achten, Benachteiligung zu erkennen und bewusst gegen Ausgrenzung Stellung zu beziehen.

Schwerpunkte

  1. Vielfalt und Identität
  2. Diskriminierung
  3. RASSISMUS
  4. digitale Kommunikation
  5. Verantwortungsübernahme
  6. selbständigeres Lernen und Reflektieren
  7. soziale Verantwortung in Gruppen und Projekten

Mögliche soziale Praxis

  1. Beteiligung an sozialen Gruppenprojekten
  2. Aktionen gegen Ausgrenzung
  3. Unterstützungsangebote innerhalb der Jahrgangsstufe
  4. Reflexion eigener Verantwortung in schulischen Gruppen

Klasse 8

Leitidee

In Klasse 8 wird Demokratiebildung stärker politisch und institutionell. Nun stehen Demokratie, Grundgesetz, Menschenrechte, Schule als demokratischer Ort und die Auseinandersetzung mit antidemokratischen Haltungen im Zentrum.

Schwerpunkte

  1. demokratische Grundprinzipien
  2. Rechte und Pflichten
  3. Mitbestimmung
  4. Menschenwürde
  5. Rechtsextremismus und Ausgrenzung
  6. Lerncoaching und persönliche Zielsetzungen
  7. soziale Projekte als Ausdruck gelebter Verantwortung

Mögliche soziale Praxis

  1. Mitwirkung an schulischen Sozialprojekten
  2. Beteiligung an Aktionen für Respekt und Toleranz
  3. demokratische Projektplanung in Gruppen
  4. nur bei passendem Anlass Verweis auf KI gegen Nazis oder Fair-Image

Klasse 9

Leitidee

In Klasse 9 stehen Meinungsbildung, Medienkritik, Propaganda, Fake News, Verschwörungstheorien und öffentliche Kommunikation im Vordergrund. Demokratiebildung bedeutet hier, Informationen prüfen, Positionen einordnen und manipulative Strategien erkennen zu können.

Schwerpunkte

  1. Medienkompetenz
  2. Fake News
  3. Propaganda
  4. Populismus
  5. demokratische Debatte
  6. eigenständigeres Lernen mit Orientierungssystemen und Feedback
  7. Verantwortung im schulischen und gesellschaftlichen Umfeld

Mögliche soziale Praxis

  1. Planung und Durchführung sozialer oder aufklärender Aktionen
  2. Beiträge zu schulischen Informationsprojekten
  3. Mitarbeit an jahrgangsübergreifenden Vorhaben
  4. Reflexion gesellschaftlicher Verantwortung

Klasse 10

Leitidee

In Klasse 10 wird die politische Urteilsbildung vertieft. Die Schüler:innen setzen sich mit Demokratie unter Druck, gesellschaftlicher Verantwortung, Teilhabe, Rechten, Gerechtigkeit und eigenem Engagement auseinander. Ziel ist eine begründete, reflektierte und handlungsfähige demokratische Haltung.

Schwerpunkte

  1. Demokratie verteidigen
  2. politische Urteilsbildung
  3. Freiheit und Verantwortung
  4. Gerechtigkeit und Teilhabe
  5. Zivilgesellschaft und Engagement
  6. reflektierte Selbststeuerung im Lernen
  7. soziale Projekte als Brücke zwischen Schule und Gesellschaft

Mögliche soziale Praxis

  1. eigenständige Mitwirkung an sozialen Projekten
  2. Entwicklung kleiner Initiativen oder Beiträge für die Schulgemeinschaft
  3. reflektierte Übernahme von Verantwortung
  4. in besonderen Fällen Bezug zu schulischen Projekten als Vertiefung

Verbindliche schulische Umsetzungsformen

  1. Klassenrat bzw. klassenbezogene Beteiligungsformate
  2. gemeinsame Regeln und reflektierte Konsequenzen
  3. wertschätzende Feedbackkultur
  4. altersangemessene Lernreflexion
  5. Nutzung von Kompetenzrastern und Lernzielen
  6. Lerncoaching bzw. beratende Gespräche
  7. Methodencurriculum zur Gesprächs-, Medien- und Arbeitskompetenz
  8. Raum für Projekte, Kurse und rhythmisierte Lernformen
  9. Zusammenarbeit in Stufenteams und mit klaren Zuständigkeiten
  10. Einbindung sozialer Projekte als demokratische Praxisräume

Fächerbezüge

Gemeinschaftskunde

  1. Demokratie, Staat, Rechte, Institutionen
  2. Beteiligung und Verantwortung
  3. politische Meinungsbildung

Deutsch

  1. Argumentieren und Debattieren
  2. Sprache und Wirkung
  3. Analyse öffentlicher Kommunikation

Geschichte

  1. Nationalsozialismus
  2. historische Entwicklung demokratischer Rechte
  3. Propaganda und Widerstand

Religion / Ethik

  1. Menschenwürde
  2. Gewissen, Verantwortung, Gerechtigkeit
  3. Toleranz und Anerkennung

Kunst / Musik

  1. Ausdruck demokratischer Werte
  2. kreative Auseinandersetzung mit Ausgrenzung und Vielfalt
  3. nur punktuell Bezug auf schulische Projekte

Informatik / Medienbildung

  1. Recherche und Quellenkritik
  2. soziale Medien
  3. KI, Mediennutzung und Verantwortung
  4. PC- und KI-bezogene Basiskompetenzen

Soziales Lernen / Projekte

  1. Verantwortung praktisch einüben
  2. Hilfsbereitschaft und Gemeinsinn stärken
  3. Solidarität konkret erfahren
  4. Schule als gemeinsamer Gestaltungsraum erleben

Leistungsbeobachtung und Lernkontrolle

Demokratiebildung wird nicht nur über Wissen, sondern auch über Reflexion, Beteiligung und Handlungskompetenz sichtbar.

  1. Beobachtung von Gesprächs- und Diskussionsverhalten
  2. Reflexionsbögen
  3. Lernjournal oder Lerntagebuch
  4. Selbst- und Fremdeinschätzung
  5. Präsentationen
  6. Projektprodukte
  7. Stellungnahmen
  8. Analyseaufgaben
  9. Entwicklungsgespräche
  10. Nutzung formativer Rückmeldung statt ausschließlich summativer Bewertung
  11. Dokumentation von Verantwortung und Beteiligung in sozialen Projekten

Progression Klasse 5 bis 10

  1. Klasse 5 – Gemeinschaft, Regeln, Respekt, Ankommen, erste Mitbestimmung, erste Verantwortung
  2. Klasse 6 – Sprache, Ausgrenzung, Kinderrechte, Verantwortung, soziales Lernen
  3. Klasse 7 – Diskriminierung, Rassismus, Vielfalt, digitale Kommunikation, Gruppenverantwortung
  4. Klasse 8 – Demokratie, Grundgesetz, Menschenrechte, Rechtsextremismus, Lernziele, soziale Projektpraxis
  5. Klasse 9 – Fake News, Verschwörungstheorien, Propaganda, Medienkritik, gesellschaftliche Verantwortung
  6. Klasse 10 – politische Urteilsbildung, Verantwortung, Teilhabe, Demokratie unter Druck, Engagement

Schlussgedanke

Dieses Curriculum versteht Demokratiebildung als Verbindung von Werten, Wissen, Beteiligung, Orientierung, Selbstwirksamkeit und sozialer Verantwortung. Es knüpft an die schulischen Entwicklungsziele an und übersetzt sie in einen systematischen Aufbau von Klasse 5 bis 10. Demokratie wird so nicht nur erklärt, sondern im Schulalltag erfahren, eingeübt, reflektiert und zunehmend selbstverantwortlich mitgestaltet. Der Projektplan der Schule unterstützt genau diese Richtung durch den Fokus auf positives Schulklima, demokratische Strukturen, Respekt, Toleranz, soziale Kompetenzen, Eigenverantwortung, Lerncoaching, Kompetenzraster, Methodencurricula und Teamarbeit.








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Curriculum Demokratiebildung Klasse 5 bis 10



Curriculum Demokratiebildung Klasse 5 bis 10

Einordnung und schulischer Rahmen

Demokratiebildung ist an der Schule nicht nur ein Unterrichtsthema, sondern Teil der Schulentwicklung. Sie steht in engem Zusammenhang mit dem Ziel, ein positives Schulklima zu stärken, Achtung, Toleranz und Respekt als gemeinsame Wertebasis zu leben, Schüler:innen mehr Eigenverantwortung zu ermöglichen und Lernen so zu gestalten, dass Selbstwirksamkeit, Orientierung und sinnvolle Beteiligung wachsen.

Das vorliegende Curriculum verbindet daher Demokratiebildung mit zentralen Entwicklungszielen der Schule:

  1. ein sicheres und wertschätzendes Schulumfeld
  2. demokratische Strukturen im Schulalltag
  3. Verantwortung und soziale Kompetenzen
  4. personalisiertes Lernen
  5. Kompetenzraster und inhaltliche Orientierung
  6. Lerncoaching und formative Rückmeldung
  7. Methodencurricula
  8. reflektierte Mediennutzung
  9. effektive Nutzung der Lernzeit
  10. Zusammenarbeit in Stufenteams und verlässlichen Kooperationsstrukturen

Demokratiebildung wird dadurch als gemeinsamer pädagogischer Auftrag verstanden, der Unterricht, Schulkultur, Raumgestaltung, Ganztag, Rückmeldesysteme und Beteiligungsformen miteinander verbindet.

Leitziele

  1. Schüler:innen kennen grundlegende Prinzipien von Demokratie, Grundgesetz und Menschenrechten.
  2. Schüler:innen erleben Schule als sicheren, wertschätzenden und verlässlichen Lebensraum.
  3. Schüler:innen lernen, Verantwortung für sich selbst, für andere und für die Gemeinschaft zu übernehmen.
  4. Schüler:innen entwickeln Respekt, Toleranz und Achtung als verbindliche Haltungen im Alltag.
  5. Schüler:innen erkennen Formen von Diskriminierung, RASSISMUS und Ausgrenzung und können ihnen widersprechen.
  6. Schüler:innen verbessern ihre Fähigkeit zur Mitbestimmung, zur Konfliktlösung und zur reflektierten Urteilsbildung.
  7. Schüler:innen lernen, ihr eigenes Lernen zunehmend selbständig zu planen, zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
  8. Schüler:innen erhalten Orientierung durch klare Strukturen, Kompetenzraster, Lernwege und verständliche Rückmeldung.
  9. Schüler:innen erwerben demokratierelevante Medienkompetenz.
  10. Schüler:innen erfahren Selbstwirksamkeit durch Beteiligung, Verantwortung und sichtbare Ergebnisse.

Pädagogische Grundprinzipien

  1. Werteorientierung – Demokratiebildung basiert auf Achtung, Toleranz, Respekt und Anerkennung.
  2. Schule als Lebensraum – Demokratiebildung betrifft Unterricht, Räume, Beziehungen und Routinen.
  3. Partizipation – Schüler:innen werden an Entscheidungen, Regeln, Reflexionen und Projekten beteiligt.
  4. Verlässliche Strukturen – Orientierung entsteht durch klare Abläufe, Rituale, Zuständigkeiten und Rückmeldungen.
  5. Selbstwirksamkeit – Schüler:innen sollen erleben, dass ihr Handeln Bedeutung hat.
  6. Personalisierung – Lernprozesse werden durch Kompetenzraster, Lernwege, Lerncoaching und passende Angebote unterstützt.
  7. Sprachsensibilität – Demokratiebildung braucht verständliche Sprache und reflektierten Umgang mit Begriffen.
  8. Methodenaufbau – Demokratiekompetenz wird systematisch durch passende Methoden entwickelt.
  9. Feedbackkultur – Lernentwicklung und soziales Handeln werden formatives, stärkenorientiertes Feedback gestützt.
  10. Teamorientierung – Demokratiebildung ist Aufgabe der ganzen Schule und wird durch Kooperation getragen.

Bausteine über alle Klassenstufen hinweg

1. Schulklima und Wertebasis

  1. respektvoller Umgang
  2. sichere Lernumgebung
  3. klare Regeln und verlässliche Konsequenzen
  4. Lob, Anerkennung und Stärkenorientierung
  5. soziale Verantwortung
  6. demokratische Alltagskultur

2. Beteiligung und Verantwortung

  1. Klassenrat
  2. Klassendienste und Ämter
  3. Mitbestimmung bei Regeln und Vorhaben
  4. Verantwortung in Gruppenprozessen
  5. Beteiligung an Projekten und Präsentationen

3. Orientierung und personalisiertes Lernen

  1. Kompetenzraster
  2. Lernwegelisten
  3. Lernziele und persönliche Zielsetzungen
  4. Lerncoaching
  5. Reflexion des eigenen Lernens
  6. Hilfesysteme und Unterstützungsstrukturen

4. Methoden und Medien

  1. Gesprächsregeln
  2. Diskussionsformen
  3. Konfliktlösestrategien
  4. Recherche und Quellenprüfung
  5. Mediennutzung
  6. KI- und PC-bezogene Basiskompetenzen
  7. Präsentation und Dokumentation

5. Feedback und Lernentwicklung

  1. formative Rückmeldung
  2. Stärkenorientierung
  3. Lernberatung
  4. Selbst- und Fremdeinschätzung
  5. Reflexionsbögen
  6. Entwicklungsgespräche

Klasse 5

Leitidee

In Klasse 5 beginnt Demokratiebildung mit dem Ankommen in einer neuen Gemeinschaft. Die Schüler:innen erleben Schule als Lebensraum mit Regeln, Rechten, Pflichten, Beziehungen und gemeinsamen Werten. Sie lernen, dass Respekt, Zuhören und Fairness die Grundlage des Zusammenlebens bilden.

Schwerpunkte

  1. Gemeinschaft und Zugehörigkeit
  2. Klassenregeln und Mitbestimmung
  3. Respekt und wertschätzender Umgang
  4. sichere Lernumgebung
  5. Verantwortung für Material, Raum und Miteinander
  6. erste Orientierung im eigenen Lernen

Themen

  1. Gemeinschaft in der neuen Klasse – Wie Zusammenleben gelingt.
  2. Regeln schützen alle – Warum Regeln, Rituale und Absprachen wichtig sind.
  3. Respekt zeigen – Wie man miteinander spricht und handelt.
  4. Jeder Mensch zählt – Erste Annäherung an Würde, Gleichwertigkeit und Anerkennung.
  5. Konflikte lösen – Einfache Wege von Streit zu Klärung.
  6. Mitbestimmung üben – Klassensprecher:innen, Abstimmungen, kleine gemeinsame Entscheidungen.

Kompetenzen

  1. Die Schüler:innen beschreiben Regeln des Zusammenlebens.
  2. Die Schüler:innen unterscheiden faires und unfaires Verhalten.
  3. Die Schüler:innen hören anderen zu und äußern eigene Gedanken angemessen.
  4. Die Schüler:innen übernehmen kleine Verantwortungsbereiche.
  5. Die Schüler:innen reflektieren erste Lernziele und ihr Arbeitsverhalten.

Methoden und Formate

  1. Klassenrat in einfacher Form
  2. Klassenvertrag
  3. Visualisierung gemeinsamer Werte
  4. Rollenspiele zu Konflikten
  5. Reflexionskarten
  6. einfache Lernzielgespräche

Klasse 6

Leitidee

In Klasse 6 wird Demokratiebildung um Fragen von Gruppenzugehörigkeit, Sprache, Ausgrenzung und Verantwortung erweitert. Die Schüler:innen lernen, wie Beziehungen gelingen und wie verletzendes Verhalten erkannt und verändert werden kann.

Schwerpunkte

  1. Sprache und Wirkung
  2. Vorurteile und Ausgrenzung
  3. Verantwortung in der Gruppe
  4. Kinderrechte
  5. Lernorganisation und Selbständigkeit
  6. positive Rückmeldung und Anerkennung

Themen

  1. Worte wirken – Sprache kann stärken oder verletzen.
  2. Außenseiter und Gruppe – Wie Ausgrenzung entsteht.
  3. Kinderrechte – Rechte von Kindern als Einstieg in Menschenrechte.
  4. Helfen statt wegsehen – Erste Formen von Verantwortung und Zivilcourage.
  5. Lernen mit Plan – Einführung in einfachere Lernziele, Struktur und Reflexion.
  6. Lob und Anerkennung – Warum positives Feedback wichtig ist.

Kompetenzen

  1. Die Schüler:innen erkennen verletzende und unterstützende Sprache.
  2. Die Schüler:innen benennen einfache Formen von Ausgrenzung.
  3. Die Schüler:innen kennen grundlegende Kinderrechte.
  4. Die Schüler:innen übernehmen Verantwortung in Gruppen.
  5. Die Schüler:innen planen einfache Arbeitsschritte selbständiger.

Methoden und Formate

  1. Fallbeispiele
  2. Perspektivwechsel
  3. Feedbackregeln
  4. Lerntagebuch in einfacher Form
  5. Partnerreflexion
  6. Klassenrat mit festen Rollen

Klasse 7

Leitidee

In Klasse 7 rücken Unterschiede, Vielfalt, Diskriminierung und digitale Kommunikation stärker in den Mittelpunkt. Demokratiebildung bedeutet nun auch, Vielfalt zu achten, Benachteiligung zu erkennen und bewusst gegen Ausgrenzung Stellung zu beziehen.

Schwerpunkte

  1. Vielfalt und Identität
  2. Diskriminierung
  3. RASSISMUS
  4. digitale Kommunikation
  5. Verantwortungsübernahme
  6. selbständigeres Lernen und Reflektieren

Themen

  1. Was ist Diskriminierung? – Begriff, Beispiele und Folgen.
  2. Rassismus im Alltag – Vorurteile, Zuschreibungen und verletzende Muster.
  3. Vielfalt als Stärke – Unterschiedlichkeit in demokratischen Gemeinschaften.
  4. Chats, Posts und Kommentare – Respekt im digitalen Raum.
  5. Mit Verantwortung handeln – Eigene Rolle in Gruppen und Konflikten.
  6. Lernwege verstehen – Erste Arbeit mit stärker strukturierenden Lernhilfen und Kompetenzorientierung.

Kompetenzen

  1. Die Schüler:innen erklären einfache Formen von Diskriminierung.
  2. Die Schüler:innen erkennen rassistische und ausgrenzende Äußerungen.
  3. Die Schüler:innen verstehen, dass Demokratie Minderheiten schützt.
  4. Die Schüler:innen reflektieren ihr Verhalten in digitalen Räumen.
  5. Die Schüler:innen arbeiten zunehmend mit Lernzielen und Orientierungshilfen.

Methoden und Formate

  1. Analyse von Alltagssituationen
  2. digitale Fallbeispiele
  3. strukturierte Diskussion
  4. Kompetenzraster in einfacher Form
  5. Reflexion zu Gruppenrollen
  6. bei Bedarf Einbindung von Kompetenzraster - Gegen Rassismus

Klasse 8

Leitidee

In Klasse 8 wird Demokratiebildung stärker politisch und institutionell. Nun stehen Demokratie, Grundgesetz, Menschenrechte, Schule als demokratischer Ort und die Auseinandersetzung mit antidemokratischen Haltungen im Zentrum.

Schwerpunkte

  1. demokratische Grundprinzipien
  2. Rechte und Pflichten
  3. Mitbestimmung
  4. Menschenwürde
  5. Rechtsextremismus und Ausgrenzung
  6. Lerncoaching und persönliche Zielsetzungen

Themen

  1. Was ist Demokratie? – Grundprinzipien und Mitbestimmung.
  2. Das Grundgesetz – Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit, Schutzrechte.
  3. Menschenrechte – universelle Geltung und Bedeutung.
  4. Schule als demokratischer Raum – Beteiligung, Regeln, Verantwortung.
  5. Rechtsextremismus erkennen – Abwertung, Feindbilder und Menschenfeindlichkeit.
  6. Eigene Ziele setzen – Lernen, Rückmeldung und Selbststeuerung.

Kompetenzen

  1. Die Schüler:innen benennen Grundprinzipien demokratischer Ordnung.
  2. Die Schüler:innen erklären zentrale Rechte aus dem Grundgesetz.
  3. Die Schüler:innen erkennen menschenfeindliche Positionen.
  4. Die Schüler:innen setzen sich persönliche Lernziele und reflektieren diese.
  5. Die Schüler:innen nutzen Rückmeldungen zur Weiterentwicklung.

Methoden und Formate

  1. Debatten mit Regeln
  2. Arbeit mit vereinfachten Rechtstexten
  3. Lerncoaching-Gespräche
  4. Selbst- und Fremdeinschätzung
  5. projektorientierte Aufgaben
  6. nur bei passendem Anlass Verweis auf KI gegen Nazis oder Fair-Image

Klasse 9

Leitidee

In Klasse 9 stehen Meinungsbildung, Medienkritik, Propaganda, Fake News, Verschwörungstheorien und öffentliche Kommunikation im Vordergrund. Demokratiebildung bedeutet hier, Informationen prüfen, Positionen einordnen und manipulative Strategien erkennen zu können.

Schwerpunkte

  1. Medienkompetenz
  2. Fake News
  3. Propaganda
  4. Populismus
  5. demokratische Debatte
  6. eigenständigeres Lernen mit Orientierungssystemen und Feedback

Themen

  1. Information oder Manipulation? – Quellen und Glaubwürdigkeit prüfen.
  2. Fake News und Demokratie – Warum Desinformation gefährlich ist.
  3. Verschwörungstheorien – Funktionsweise und Anziehungskraft.
  4. Propaganda früher und heute – Manipulation im historischen und aktuellen Vergleich.
  5. Populismus und Feindbilder – Vereinfachung und Zuspitzung.
  6. Lernen reflektieren – Selbstorganisation, Lernzeit und Rückmeldung bewusst nutzen.

Kompetenzen

  1. Die Schüler:innen prüfen Informationen nach nachvollziehbaren Kriterien.
  2. Die Schüler:innen unterscheiden Behauptung, Meinung und überprüfbare Aussage.
  3. Die Schüler:innen analysieren manipulative Kommunikationsformen.
  4. Die Schüler:innen diskutieren sachlich und begründet.
  5. Die Schüler:innen nutzen Feedback und Lernplanung eigenständiger.

Methoden und Formate

  1. Faktencheck-Übungen
  2. Quellenvergleich
  3. Analyse von Social-Media-Beispielen
  4. Debattenformate
  5. Präsentationen
  6. Audio- oder Videoformate zu gesellschaftlichen Themen

Klasse 10

Leitidee

In Klasse 10 wird die politische Urteilsbildung vertieft. Die Schüler:innen setzen sich mit Demokratie unter Druck, gesellschaftlicher Verantwortung, Teilhabe, Rechten, Gerechtigkeit und eigenem Engagement auseinander. Ziel ist eine begründete, reflektierte und handlungsfähige demokratische Haltung.

Schwerpunkte

  1. Demokratie verteidigen
  2. politische Urteilsbildung
  3. Freiheit und Verantwortung
  4. Gerechtigkeit und Teilhabe
  5. Zivilgesellschaft und Engagement
  6. reflektierte Selbststeuerung im Lernen

Themen

  1. Demokratie unter Druck – Extremismus, Hass, Desinformation und Polarisierung.
  2. Freiheit und Verantwortung – Rechte haben und Grenzen achten.
  3. Teilhabe und Gerechtigkeit – Wer gehört dazu, wer wird ausgeschlossen?
  4. Menschenrechte in aktuellen Konflikten – Anwendung auf Gegenwartsthemen.
  5. Politische Positionen prüfen – Aussagen nach demokratischen Kriterien bewerten.
  6. Engagement und Selbstwirksamkeit – Wie man sich einbringen kann.

Kompetenzen

  1. Die Schüler:innen beurteilen Positionen anhand demokratischer Werte.
  2. Die Schüler:innen beziehen Grundgesetz und Menschenrechte auf aktuelle Fragen.
  3. Die Schüler:innen argumentieren differenziert und verantwortungsvoll.
  4. Die Schüler:innen reflektieren eigenes gesellschaftliches Handeln.
  5. Die Schüler:innen entwickeln Perspektiven für eigenes Engagement.

Methoden und Formate

  1. kontroverse Diskussionen
  2. strukturierte Urteilsbildung
  3. Dossiers und Präsentationen
  4. Projektarbeit
  5. Reflexion des eigenen Standpunkts
  6. in besonderen Fällen Bezug zu schulischen Projekten als Vertiefung

Verbindliche schulische Umsetzungsformen

  1. Klassenrat bzw. klassenbezogene Beteiligungsformate
  2. gemeinsame Regeln und reflektierte Konsequenzen
  3. wertschätzende Feedbackkultur
  4. altersangemessene Lernreflexion
  5. Nutzung von Kompetenzrastern und Lernzielen
  6. Lerncoaching bzw. beratende Gespräche
  7. Methodencurriculum zur Gesprächs-, Medien- und Arbeitskompetenz
  8. Raum für Projekte, Kurse und rhythmisierte Lernformen
  9. Zusammenarbeit in Stufenteams und mit klaren Zuständigkeiten

Fächerbezüge

Gemeinschaftskunde

  1. Demokratie, Staat, Rechte, Institutionen
  2. Beteiligung und Verantwortung
  3. politische Meinungsbildung

Deutsch

  1. Argumentieren und Debattieren
  2. Sprache und Wirkung
  3. Analyse öffentlicher Kommunikation

Geschichte

  1. Nationalsozialismus
  2. historische Entwicklung demokratischer Rechte
  3. Propaganda und Widerstand

Religion / Ethik

  1. Menschenwürde
  2. Gewissen, Verantwortung, Gerechtigkeit
  3. Toleranz und Anerkennung

Kunst / Musik

  1. Ausdruck demokratischer Werte
  2. kreative Auseinandersetzung mit Ausgrenzung und Vielfalt
  3. nur punktuell Bezug auf schulische Projekte

Informatik / Medienbildung

  1. Recherche und Quellenkritik
  2. soziale Medien
  3. KI, Mediennutzung und Verantwortung
  4. PC- und KI-bezogene Basiskompetenzen

Leistungsbeobachtung und Lernkontrolle

Demokratiebildung wird nicht nur über Wissen, sondern auch über Reflexion, Beteiligung und Handlungskompetenz sichtbar.

  1. Beobachtung von Gesprächs- und Diskussionsverhalten
  2. Reflexionsbögen
  3. Lernjournal oder Lerntagebuch
  4. Selbst- und Fremdeinschätzung
  5. Präsentationen
  6. Projektprodukte
  7. Stellungnahmen
  8. Analyseaufgaben
  9. Entwicklungsgespräche
  10. Nutzung formativer Rückmeldung statt ausschließlich summativer Bewertung

Progression Klasse 5 bis 10

  1. Klasse 5 – Gemeinschaft, Regeln, Respekt, Ankommen, erste Mitbestimmung
  2. Klasse 6 – Sprache, Ausgrenzung, Kinderrechte, Verantwortung
  3. Klasse 7 – Diskriminierung, Rassismus, Vielfalt, digitale Kommunikation
  4. Klasse 8 – Demokratie, Grundgesetz, Menschenrechte, Rechtsextremismus, Lernziele
  5. Klasse 9 – Fake News, Verschwörungstheorien, Propaganda, Medienkritik
  6. Klasse 10 – politische Urteilsbildung, Verantwortung, Teilhabe, Demokratie unter Druck

Schlussgedanke

Dieses Curriculum versteht Demokratiebildung als Verbindung von Werten, Wissen, Beteiligung, Orientierung und Selbstwirksamkeit. Es knüpft damit an die schulischen Entwicklungsziele an und übersetzt sie in einen systematischen Aufbau von Klasse 5 bis 10. Demokratie wird so nicht nur erklärt, sondern im Schulalltag erfahren, eingeübt, reflektiert und zunehmend selbstverantwortlich mitgestaltet.


Demokratiebildung an der Weihungstalschule