Prädikativum/Importpruefung

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Prädikat MOOCit - Oben

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Einleitung

Ein Prädikativum (auch: Prädikativ, Prädikatsnomen) ist ein Satzglied, das einer Person oder Sache eine Eigenschaft, Rolle oder Identität zuschreibt. Es bezieht sich auf das Subjekt (Subjektsprädikativ) oder auf ein Objekt (Objektprädikativ). Typisch ist die Verbindung mit Kopulaverben wie sein, werden, bleiben, aber auch mit Verben wie nennen, finden oder halten (für). Ziel dieses aiMOOCs ist es, Dich sicher im Erkennen, Bilden und Unterscheiden von Prädikativen zu machen – mit vielen Beispielen, Medien und Übungen. :contentReference[oaicite:0]{index=0}

Datei:Neue Deutsche Sprachlehre 1911 von Theodor Paul - Seite 388.jpg

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Grundlagen: Definition, Funktion, Abgrenzung

Definition: Das Prädikativum ist ein eigenständiges Satzglied, das eine Eigenschaft zu Subjekt oder Objekt angibt (z. B. „Die Suppe ist heiß“, „Er nennt sie Freundin“). Es unterscheidet sich vom Attribut (Teil der Nominalphrase) und von der Adverbialbestimmung (bezieht sich auf das Ereignis als Ganzes). :contentReference[oaicite:1]{index=1}

Formen: Prädikative können als Adjektiv, Nomen/Nominalphrase, Partizip, seltener als Präpositionalphrase oder Nebensatz auftreten (z. B. „Das Problem ist, dass es regnet“). :contentReference[oaicite:2]{index=2}

Wichtig: Prädikativ gebrauchte Adjektive werden im Deutschen nicht dekliniert („Die Äpfel sind rot“, nicht „roten“), im Unterschied zum attributiven Gebrauch („die roten Äpfel“). :contentReference[oaicite:3]{index=3}

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Typen des Prädikativums (mit Beispielen)

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Subjektsprädikativ (Gleichsetzungsnominativ)

  1. Kopulaverb + Prädikativ: „Maria ist Ärztin.“ / „Die Aufgabe bleibt schwierig.“
  2. Kasus: meist Nominativ; inhaltliche Kongruenz mit dem Subjekt. :contentReference[oaicite:4]{index=4}

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Objektprädikativ

  1. Verb + Objekt + Prädikativ: „Man nennt ihn Sieger“, „Ich finde den Film spannend“, „Sie hält ihn für fähig“.
  2. Das Prädikativ bezieht sich auf das Objekt (oft Akkusativ-NP oder adjektivisch).

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Freies Prädikativ (Depiktiv)

  1. Zusätzliche, nicht zwingende Eigenschaft während des Ereignisses: „Er ging müde nach Hause“, „Sie trinkt den Kaffee schwarz“.
  2. Abgrenzung: Kein Attribut (nicht Teil der NP), kein reines Adverbial; es ist eine Eigenschaft zu Subjekt/Objekt gleichzeitig zur Handlung. :contentReference[oaicite:5]{index=5}

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Resultatives Prädikativ

  1. Gibt einen Resultatszustand an: „Sie kochte die Karotten weich“, „Der Bulldozer walzte das Gras platt“.
  2. Ändert die Aktionsart des Prädikats (Ereignis erhält Endzustand). :contentReference[oaicite:6]{index=6}

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Erkennungsmerkmale und Proben

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Verben, die oft ein Prädikativ verlangen

  1. Kopulaverben: sein, werden, bleiben, heißen, scheinen, gelten als, sich erweisen als.
  2. Objektbezogen: nennen, finden, halten für, schimpfen (jmdn. etw.). :contentReference[oaicite:7]{index=7}

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Proben

  1. Weglassprobe: Ist der Satz ohne das Element ungrammatisch? → obligatorisches Prädikativ (z. B. „Er ist __“ geht nicht).
  2. Ersetzungsprobe: Ersetzbar durch ein anderes Eigenschafts-/Identitätswort („Er ist LehrerArzt“).
  3. Bezugstest: Bezieht sich das Element auf Subjekt oder Objekt? („Ich esse den Fisch roh“ → Bezug auf Objekt).
  4. Attribut-vs.-Prädikativ: Attribut steht in der NP („der rote Apfel“), Prädikativ außerhalb („Der Apfel ist rot“). :contentReference[oaicite:8]{index=8}

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Morphosyntax und Sprachvergleich

  1. Kasus: Subjektsprädikativ im Deutschen meist Nominativ („Sie ist Lehrerin“). Objektprädikativ steht typischerweise in der Form, die das Verb verlangt (häufig NP im Akkusativ oder adjektivisch).
  2. Kongruenz: Adjektivische Prädikative sind im Deutschen undekliniert („Die Bäume sind grün“), in Latein/romanischen/slawischen Sprachen besteht KNG-Kongruenz auch prädikativ. :contentReference[oaicite:9]{index=9}

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Beispiele & Kontraste

  1. Attribut vs. Prädikativ: „die kalte Milch“ (Attribut) vs. „Die Milch ist kalt“ (Prädikativ).
  2. Adverbial vs. freies Prädikativ: „Er las schnell“ (Adverbial, Art und Weise) vs. „Er aß den Fisch roh“ (Eigenschaft des Objekts währenddessen).
  3. Prädikativsatz: „Das Problem ist, dass es regnet“ – der Nebensatz übernimmt die Funktion eines Prädikativs. :contentReference[oaicite:10]{index=10}

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Interaktive Aufgaben

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Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt ein Prädikativum im Satz? (Eine Eigenschaft/Identität zu Subjekt oder Objekt) (!Die Art und Weise der Handlung) (!Die genaue Zeit der Handlung) (!Die Stellung des Verbs im Satz)

Welches Verb verlangt typischerweise ein Subjektsprädikativ? (sein) (!haben) (!gehen) (!brauchen)

Welche Form ist im Deutschen prädikativ undekliniert? (Adjektiv) (!Adverb) (!Artikel) (!Konjunktion)

Was trifft auf das freie (depiktive) Prädikativ zu? (Zusätzliche, nicht zwingende Eigenschaft während der Handlung) (!Fester Teil der Nominalphrase) (!Gibt immer ein Resultat an) (!Bezieht sich nie auf das Objekt)

Welche Konstruktion enthält ein Objektprädikativ? (Ich nenne ihn Sieger.) (!Ich suche den Sieger.) (!Der Mann ist Sieger.) (!Er rennt schnell.)

Welche Alternative ist ein resultatives Prädikativ? (Sie wischte den Boden sauber.) (!Er ging traurig nach Hause.) (!Der Kuchen ist lecker.) (!Ich finde das Wetter schön.)

Woran erkennst Du ein obligatorisches Prädikativ? (Ohne dieses Element ist der Satz unvollständig.) (!Es steht immer im Dativ.) (!Es steht immer vor dem Subjekt.) (!Es ist immer ein Nebensatz.)

Welche Abgrenzung ist korrekt? (Attribut gehört zur Nominalphrase, Prädikativ nicht.) (!Adverbial gehört zur Nominalphrase, Prädikativ schon.) (!Prädikativ beschreibt nur Orte.) (!Attribut ist immer ein Adjektiv, Prädikativ nie.)

Welche Frage passt zum Subjektsprädikativ? (Wer/Was ist das Subjekt?) (!Wohin geht das Subjekt?) (!Womit arbeitet das Subjekt?) (!Wie oft handelt das Subjekt?)

Welche Kopulaverben sind typisch? (sein, werden, bleiben) (!haben, geben, nehmen) (!essen, trinken, schlafen) (!fahren, fliegen, schwimmen)




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Memory

Erstelle ein Memory-Spiel mit passenden Paaren.

Kopulaverben sein, werden, bleiben
Subjektsprädikativ Gleichsetzungsnominativ
Objektprädikativ Ergänzung zum Objekt
Depiktiv Freies Prädikativ
Resultativ Endzustand der Handlung
Kongruenz Übereinstimmung in Genus/Numerus




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Drag and Drop

Ergänze die Zuordnungen.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Suchbegriff 1 Prädikativ zu Subjekt (z. B. „Er ist Arzt.“)
Suchbegriff 2 Prädikativ zu Objekt (z. B. „Ich nenne ihn Sieger.“)
Suchbegriff 3 Zusätzliche Eigenschaft während der Handlung (z. B. „Sie trinkt den Kaffee schwarz.“)
Suchbegriff 4 Resultatszustand (z. B. „Sie kochte die Nudeln weich.“)
Suchbegriff 5 Verben wie sein/werden/bleiben




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Kreuzworträtsel

Prädikativ Welches Satzglied weist Subjekt oder Objekt eine Eigenschaft/Identität zu?
Nominativ In welchem Kasus steht das typische Subjektsprädikativ?
Kopula Wie heißen Verben wie sein, werden, bleiben zusammenfassend?
Akkusativ Welchen Kasus hat häufig das Objekt in Objektprädikativ-Konstruktionen?
Adjektiv Welche Wortart bleibt prädikativ im Deutschen undekliniert?
Depiktiv Wie nennt man das freie, nicht-obligatorische Prädikativ?




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LearningApps

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Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Prädikativum weist einer Satzkonstituente eine

zu.
Typische Verben sind die sogenannten

.
Ein Subjektsprädikativ steht im Deutschen meist im

.
Beim Objektprädikativ bezieht sich die Zuschreibung auf das

.
Freie Prädikative werden auch als

bezeichnet.
Resultative Prädikative fügen der Verbalhandlung einen

hinzu.
Adjektive sind prädikativ im Deutschen in der Regel

.
Ein Attribut gehört zur

, ein Prädikativ nicht.
Die Weglassprobe zeigt Dir, ob ein Prädikativ

ist.
Ein Prädikativsatz kann die Funktion eines Prädikativs als

übernehmen.



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Offene Aufgaben

Leicht

  1. Beispielsammlung erstellen: Finde zehn Sätze mit Subjektsprädikativ und markiere Prädikat und Prädikativ.
  2. Mini-Recherche: Notiere fünf Verben, die ein Objektprädikativ erlauben, und bilde je einen Beispielsatz.
  3. Sortierspiel: Schneide Karten (Subjekt/Prädikat/Prädikativ/Objekt) aus und ordne sie zu eigenen Sätzen.

Standard

  1. Depiktive erkennen: Unterstreiche in einem Zeitungsartikel alle freien Prädikative und begründe Deine Entscheidung.
  2. Resultate modellieren: Formuliere fünf Paare aus depiktivem und resultativem Satz („Er aß den Fisch roh.“ ↔ „Er briet den Fisch knusprig.“).
  3. Kopulaverb-Analyse: Erstelle eine Tabelle mit sein/werden/bleiben/heißen/scheinen/gelten als: Beispiel, Kasus, Begründung.

Schwer

  1. Analysebaum: Zeichne für drei Sätze einen einfachen Syntaxbaum und markiere die Prädikativ-Bezüge.
  2. Umbauaufgabe: Wandle fünf Subjektsprädikative in Prädikativsätze um und erkläre die Veränderungen.
  3. Sprachvergleich: Untersuche an zwei anderen Sprachen (z. B. Französisch/Polnisch), wie KNG-Kongruenz prädikativ funktioniert, inkl. Beispielen.

Offene Aufgabe - MOOC erstellen

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Lernkontrolle

  1. Entscheide: Gegeben sind Sätze. Begründe jeweils, ob es sich um Attribut, Adverbial, freies Prädikativ oder obligatorisches Prädikativ handelt – mit Probe.
  2. Begründe: Warum führen resultative Prädikative zu einer anderen Aktionsart des Verbs? Zeige es an zwei eigenen Minimalpaaren.
  3. Diagnostiziere: In Lernersätzen treten typische Fehler auf („Die Äpfel sind roten“). Erkläre die Regel dahinter und korrigiere systematisch.
  4. Variiere: Forme fünf Subjektsprädikative zu Objektprädikativ-Konstruktionen um (wo möglich) und diskutiere Bedeutungsunterschiede.
  5. Visualisiere: Erstelle ein Concept-Map zu Prädikativum–Typen–Proben–Kasus–Kopulaverben mit Beispielen.



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OERs zum Thema

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Links

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