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	<title>The Art is Present - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in MediaWiki</subtitle>
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		<id>https://moocwiki.org/index.php?title=The_Art_is_Present&amp;diff=10207&amp;oldid=prev</id>
		<title>oldwiki&gt;Glanz am 23. November 2025 um 08:38 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-23T08:38:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{T}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube | https://www.youtube.com/watch?v=DMvzRXBzA3M | 700 | center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Flagge_Deutschland_MOOC_it_Kopie.png|40px|center|link=The Art is Present]]  &lt;br /&gt;
[[Datei:Du bist Kunst Abramović trifft Beuys.mp3|rahmenlos|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Flagge_United_Kingdom_GB_MOOC_it.png|43px|center|link=The Art is Present]]&lt;br /&gt;
[[Datei:You Are The Art Masterpiece.mp3|rahmenlos|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
= THE ART IS PRESENT – Der Mensch-An-Sich als Kunstwerk =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;THE ART IS PRESENT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Memento Multiple]] der [[Joblin Factory]] (Kunstgemeinschaft).  &lt;br /&gt;
Der Satz steht nicht ehrfürchtig unter einem Gemälde im Museum, sondern wandert auf T-Shirts, Hoodies, Taschen, Plakate, in Social-Media-Profile und vor allem: in Köpfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zentrum steht eine Verschiebung:  &lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;THE ART IS PRESENT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist nicht das Kleidungsstück oder das Logo Kunst,  &lt;br /&gt;
sondern &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;der Mensch-An-Sich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – die Person, die das Motiv trägt, anschaut oder ihm im Alltag begegnet.  &lt;br /&gt;
Der Spruch markiert die Anwesenheit der Kunst im Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig spielt die Formulierung mit Marina Abramovićs berühmter Performance &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„The Artist is Present“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.  &lt;br /&gt;
Die Anspielung ist bewusst gewählt, die Richtung aber grundlegend verändert:  &lt;br /&gt;
Nicht mehr die einzelne Künstlerfigur steht im Mittelpunkt, sondern der Mensch als Kunstwerk.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Joblin Factory The Art is Present.png|600px|rahmenlos|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1. Ausgangspunkt: „Jeder Mensch ist Kunst“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gedankliche Hintergrund von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;THE ART IS PRESENT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; knüpft an den erweiterten Kunstbegriff von [[Joseph Beuys]] an.  &lt;br /&gt;
Beuys betont, dass letztlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;der Mensch selbst das Kunstwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden solle –  &lt;br /&gt;
nicht nur als Produzent:in von Kunst, sondern als lebendige, gestaltende &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Soziale Plastik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenfassung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Jeder Mensch ist Kunst. Du bist Kunst. Joseph Beuys und die Unmöglichkeit des Menschen keine Kunst zu sein.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; führt diese Idee radikal weiter:  &lt;br /&gt;
Der Mensch kann sich seiner Rolle entziehen, seiner Verantwortung, seinen offenen Rechnungen –  &lt;br /&gt;
aber nicht seinem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kunst-Sein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch Kunst ist, bedeutet das:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} Es ist &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;unmöglich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, nicht Kunst zu sein.  &lt;br /&gt;
{{o}} Jeder Mensch ist eine einmalige, nicht reproduzierbare Konstellation von Erfahrungen, Entscheidungen und Beziehungen.  &lt;br /&gt;
{{o}} Diese Konstellation ist formbar, dynamisch – ein Werk in Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;THE ART IS PRESENT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; macht genau dieses Kunst-Sein sichtbar,  &lt;br /&gt;
nicht als komplizierte Theorie, sondern als knappen, tragbaren Satz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 2. Von „The Artist is Present“ zu „THE ART IS PRESENT“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung greift die Struktur von [[Marina Abramović|„The Artist is Present“]] auf,  &lt;br /&gt;
setzt aber einen komplett anderen Fokus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abramovićs Performance:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} sitzt die Künstlerin stundenlang schweigend im Museum.  &lt;br /&gt;
{{o}} Besucher:innen nehmen ihr gegenüber Platz.  &lt;br /&gt;
{{o}} Der Satz „The Artist is Present“ markiert: Die Künstlerin ist da – körperlich, emotional, verletzlich.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Joblin Factory dreht diese Perspektive weiter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} Nicht mehr nur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;the artist&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist präsent,  &lt;br /&gt;
{{o}} sondern &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;the art&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – und zwar im Menschen.  &lt;br /&gt;
{{o}} Nicht nur die Person auf dem Stuhl im Museum,  &lt;br /&gt;
{{o}} sondern jeder Mensch im Raum, auf der Straße, im Chat, in der Schlange vor der Bäckerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während „The Artist is Present“ die Aura der einzelnen Kunstfigur ins Zentrum stellt,  &lt;br /&gt;
behauptet &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;THE ART IS PRESENT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Überall dort, wo ein Mensch ist, ist die Kunst bereits anwesend.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hierarchie verschiebt sich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} Die Grenze zwischen „Künstlerin“ und „Publikum“ löst sich auf.  &lt;br /&gt;
{{o}} Der Alltag wird zur Bühne, zur Ausstellung, zur prozessorientierten Skulptur.  &lt;br /&gt;
{{o}} Die Frage ist nicht mehr: „Wo ist die Kunst?“, sondern: „Wie schauen wir auf den Menschen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Jack Joblin Factory The Art is Present.png|500px|center]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 3. Der Mensch-An-Sich als Kunstwerk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mensch-An-Sich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist kein idealisiertes Wesen gemeint,  &lt;br /&gt;
kein perfektes, erfolgreiches, makelloses Selbst.  &lt;br /&gt;
Gemeint ist der reale, widersprüchliche Mensch im Hier und Jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der Mensch-An-Sich wird als Kunst gesehen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  &lt;br /&gt;
Das hat mehrere Ebenen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3.1 Körper als Skulptur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper ist nicht nur „Hülle“,  &lt;br /&gt;
sondern eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Skulptur in Zeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} Falten, Narben, Tattoos, Haltung – alles sind Spuren gelebter Erfahrung.  &lt;br /&gt;
{{o}} Bewegungen, Gesten, Blicke sind choreografische Mini-Performances.  &lt;br /&gt;
{{o}} Kleidung wird Teil der aktuellen „Ausstellung“, aber bleibt sekundär: Das Eigentliche ist darunter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3.2 Biografie als Erzählkunst ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Lebensgeschichte ist eine fortlaufende narrative Arbeit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} Entscheidungen, Irrtümer, Umwege, Neuanfänge – dramaturgische Wendepunkte.  &lt;br /&gt;
{{o}} Beziehungen, Konflikte, Versöhnungen – komplexe Dialog-Szenen.  &lt;br /&gt;
{{o}} Brüche und Leerstellen – offene Kapitel, in denen die Handlung noch nicht feststeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Biografie ist kein geschlossenes Buch,  &lt;br /&gt;
sondern ein Manuskript im Entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3.3 Scheitern als ästhetische Kategorie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kunst darf scheitern, darf „misslingen“, darf irritieren.  &lt;br /&gt;
Übertragen auf den Menschen-An-Sich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} Fehlentscheidungen sind keine Makel, sondern sichtbare Spuren eines Suchprozesses.  &lt;br /&gt;
{{o}} Peinliche Momente werden zu performativen Störungen – und damit zu Teilchen der Gesamtkomposition.  &lt;br /&gt;
{{o}} Brüche im Lebenslauf sind nicht Defekte, sondern radikale Neumontagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;THE ART IS PRESENT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lädt dazu ein, den eigenen Alltag mit diesem Blick zu betrachten:  &lt;br /&gt;
Nicht als perfektes Design, sondern als experimentelles Langzeitprojekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 4. THE ART IS PRESENT als Memento Multiple ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Joblin Factory bezeichnet den Satz als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Memento Multiple&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4.1 Memento: Erinnerung im Vorübergehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Memento&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Erinnerung, ein Hinweis, ein kurzer Stopp im Strom der Gewohnheit.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;THE ART IS PRESENT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erinnert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} Dich selbst daran, dass du Kunst bist – genau jetzt, in der U-Bahn, im Büro, beim Zähneputzen.  &lt;br /&gt;
{{o}} Andere Menschen daran, dass der Mensch ihnen gegenüber nicht nur „Funktionsträger“ ist (Kassierer:in, Fahrer:in, Lehrkraft, Schüler:in), sondern ein eigenständiges Kunstwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Memento ist bewusst knappe Textfläche.  &lt;br /&gt;
Es erklärt nicht aus, es ruft in Erinnerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4.2 Multiple: Vervielfältigtes Kunstwerk ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Multiple&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kann das Motiv in hoher Auflage produziert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} T-Shirts, Hoodies, Caps  &lt;br /&gt;
{{o}} Stofftaschen, Poster, Sticker  &lt;br /&gt;
{{o}} digitale Versionen für Avatare, Profilbilder, Stories  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes einzelne Stück bleibt Teil desselben Werkes.  &lt;br /&gt;
Je mehr Menschen das Motiv tragen, umso dichter wird das Netz der unsichtbaren Ausstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Multiple bricht mit der Idee des unnahbaren Einzelkunstwerks im Museum:  &lt;br /&gt;
Kunst wird zu etwas, das man anzieht, verschenkt, teilt, remixt –  &lt;br /&gt;
und das trotzdem einen ernsthaften Gedanken transportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 5. Die Verschiebung des Ausstellungsraums ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;THE ART IS PRESENT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verschiebt sich auch die Frage:  &lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Wo findet Kunst statt?&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5.1 Das Museum als Ausgangspunkt, nicht als Endpunkt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich kann das Motiv im Museumsshop liegen oder in einer Ausstellung auftauchen.  &lt;br /&gt;
Aber entscheidend ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} Das Museum ist nicht mehr der einzige Ort der „gültigen“ Kunst.  &lt;br /&gt;
{{o}} Der Weg vom Museum in den Alltag ist Teil des Werkes.  &lt;br /&gt;
{{o}} Die eigentliche Performance beginnt dort, wo das T-Shirt den White Cube verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5.2 Straße, Schulen, Festivals, Supermärkte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alltagsräume werden zu Ausstellungsorten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} Auf der Straße wird THE ART IS PRESENT zum irritierenden Hinweis zwischen Werbeplakaten.  &lt;br /&gt;
{{o}} In der Schule kann der Spruch Unterricht in [[Kunst]], [[Ethik]] oder [[Philosophie]] eröffnen.  &lt;br /&gt;
{{o}} Auf Festivals mischt sich das Motiv unter Bandshirts und Markenlogos und stellt leise die Frage: „Wer hier ist eigentlich das wirkliche Highlight?“  &lt;br /&gt;
{{o}} Im Supermarkt steht plötzlich „The Art“ vor dem Kühlregal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In all diesen Momenten verschiebt sich die Wahrnehmung – wenn auch nur für Sekunden –  &lt;br /&gt;
weg von Dingen, hin zu Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5.3 Digitaler Raum als Erweiterung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Netz entfaltet der Satz Wirkung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} als Profilbild, Banner oder Meme  &lt;br /&gt;
{{o}} in [[aiMOOC]]-Kursen als Diskussionsimpuls  &lt;br /&gt;
{{o}} in Videokonferenzen als kleines, eingeblendetes Statement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer THE ART IS PRESENT im digitalen Raum zeigt,  &lt;br /&gt;
erinnert daran, dass hinter Nicknames, Avataren und Kommentaren wiederum Menschen stehen –  &lt;br /&gt;
also Kunstwerke, nicht bloß Datenpunkte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:The Art Is Present.png|mini]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 6. Szenen einer anwesenden Kunst ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die spielerische Dimension von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;THE ART IS PRESENT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zu verdeutlichen,  &lt;br /&gt;
lassen sich unterschiedliche Alltagsszenen betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6.1 Im Bus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Person steigt ein, trägt ein Shirt mit der Aufschrift &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;THE ART IS PRESENT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.  &lt;br /&gt;
Blicke streifen den Text, vielleicht im Vorbeigehen, vielleicht im Sitzen gegenüber.  &lt;br /&gt;
Die unausgesprochene Frage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;„Meint der Satz das Shirt? Die Person? Uns alle im Bus?“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Moment entsteht ein unsichtbares Netz aus Aufmerksamkeit:  &lt;br /&gt;
Wer liest, ist bereits Teil der Performance.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6.2 Im Klassenzimmer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Lehrkraft oder ein Schüler, eine Schülerin trägt das Motiv.  &lt;br /&gt;
Die Stunde beginnt mit der Frage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} „Wenn THE ART IS PRESENT stimmt – was bedeutet das für unseren Umgang miteinander?“  &lt;br /&gt;
{{o}} „Was passiert, wenn wir einander als Kunstwerke betrachten – mit Sorgfalt, Neugier und Respekt?“  &lt;br /&gt;
{{o}} „Wenn jemand Kunst ist, ist Mobbing dann nicht auch eine Art Kunstzerstörung?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem T-Shirt wird eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;unterrichtsöffnende Frage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; –  &lt;br /&gt;
und der Klassenraum wird temporär zur Galerie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6.3 Im Spiegel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du ziehst das Shirt an, siehst den Satz im Spiegel,  &lt;br /&gt;
und plötzlich bist du gleichzeitig Betrachter:in und Ausstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die übliche Selbstkritik (zu müde, zu viel, zu wenig, zu irgendwas)  &lt;br /&gt;
trifft auf den Gedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;„Wenn ich mich als Kunst sehe – was verändert sich?“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kunst darf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} unvollständig sein,  &lt;br /&gt;
{{o}} provozieren,  &lt;br /&gt;
{{o}} schwer lesbar sein,  &lt;br /&gt;
{{o}} sich verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum sollte das beim Menschen anders sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6.4 Bei der Arbeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Teamsitzung, beim Schichtdienst, im Labor oder in der Werkstatt:  &lt;br /&gt;
THE ART IS PRESENT kann zu einem stillen Kommentar werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} gegen die Reduktion des Menschen auf Produktivität,  &lt;br /&gt;
{{o}} gegen die Sichtweise, dass nur „Output“ zählt,  &lt;br /&gt;
{{o}} gegen das Vergessen, dass hinter jeder Funktion ein Leben steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satz macht aus Kolleg:innen temporär Kurator:innen:  &lt;br /&gt;
Sie sind eingeladen, die Menschen um sich herum als komplexe, nicht abschließbare Werke zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 7. Spielerische Zugänge: Fragen statt Regeln ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Text professionell wirken kann, bleibt die Haltung von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;THE ART IS PRESENT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; spielerisch.  &lt;br /&gt;
Der Satz formuliert keine starren Regeln, sondern Fragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mögliche Einstiege:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} „Wenn du ein Kunstwerk wärst – welche Phase deiner Ausstellung läuft gerade?“  &lt;br /&gt;
{{o}} „Welche ‚Materialien‘ haben dich besonders geprägt?“  &lt;br /&gt;
{{o}} „Welcher Titel würde an deinem Museumstag über der Tür stehen?“  &lt;br /&gt;
{{o}} „Welches Detail in dir wird oft übersehen, ist aber absolut zentral für dein Kunst-Sein?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus solchen Fragen lassen sich Workshops, [[aiMOOC]]-Kurse, Schulprojekte oder Gespräche entwickeln,  &lt;br /&gt;
die zwischen Humor und Ernsthaftigkeit pendeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 8. Ethische Dimension: Vom Grundrecht zum Kunstrecht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn jeder Mensch Kunst ist, stellt sich auch die Frage nach &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wertschätzung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; neu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kunstwerke werden oft mit großem Aufwand geschützt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} Klimatisierte Räume  &lt;br /&gt;
{{o}} Sicherheitsglas  &lt;br /&gt;
{{o}} Versicherungssummen  &lt;br /&gt;
{{o}} Restaurator:innen, die sich um jeden Riss kümmern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;THE ART IS PRESENT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lädt zu einer gedanklichen Verschiebung ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} Wie würden wir miteinander umgehen, wenn wir uns gegenseitig wie Kunstwerke behandeln würden?  &lt;br /&gt;
{{o}} Was hieße es, wenn Demütigung, Gewalt oder Diskriminierung auch als Zerstörung an etwas Einmaligem begriffen würden?  &lt;br /&gt;
{{o}} Welche „Kunstrechte“ müsste ein Mensch haben, wenn sein Kunst-Sein ernst genommen würde?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee bleibt spielerisch, ist aber nicht harmlos.  &lt;br /&gt;
Sie fordert heraus, über [[Menschenwürde]], [[Menschenrechte]] und [[Kunstfreiheit]] neu nachzudenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 9. Offene Serie: Joblin Factory und die Mitmach-Kunst ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Joblin Factory]] ist &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;THE ART IS PRESENT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kein abgeschlossenes Einzelwerk,  &lt;br /&gt;
sondern der Beginn einer offenen Serie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mögliche Erweiterungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} [[aiMOOC]]-Kurse, die den Gedanken „Jeder Mensch ist Kunst“ vertiefen und erfahrbar machen.  &lt;br /&gt;
{{o}} Workshops, in denen Menschen eigene Memento Multiples entwerfen – mit Texten, Bildern, kurzen Performances oder Songs.  &lt;br /&gt;
{{o}} Aktionen im öffentlichen Raum, bei denen Passant:innen spontan „zur Kunst erklärt“ werden.  &lt;br /&gt;
{{o}} Ausstellungen, die weniger Objekte als vielmehr Geschichten, Stimmen und Biografien zeigen.  &lt;br /&gt;
{{o}} Kollaborationen mit Schulen, Hochschulen, Museen und Initiativen, die das Menschen-als-Kunst-Konzept in Bildung und Alltag hineintragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Person, die THE ART IS PRESENT sichtbar macht – offline oder online –  &lt;br /&gt;
wird zur Mit-Autor:in des Werkes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 10. Essenz: Du bist nicht nur im Bild – du bist das Bild ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende kondensiert sich der Gedanke in einem einfachen, aber weitreichenden Satz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;THE ART IS PRESENT – weil du da bist.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Memento Multiple der Joblin Factory erinnert daran:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{o}} Du bist nicht nur Konsument:in von Kunst, sondern selbst ein Kunstwerk in Bewegung.  &lt;br /&gt;
{{o}} Du bist nicht nur Teil des Bildes, du &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bist&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; das Bild.  &lt;br /&gt;
{{o}} Du bist nicht nur Publikum, sondern performst dein Kunst-Sein in jedem Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das T-Shirt, die Tasche, das Poster sind nur Verstärker.  &lt;br /&gt;
Die eigentliche Kunst ist der Mensch-An-Sich –  &lt;br /&gt;
mit all seinen Brüchen, Möglichkeiten und offenen Fragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und genau diese Kunst ist: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;present&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Jeder Mensch ist Kunst}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>oldwiki&gt;Glanz</name></author>
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